Werders Maximilian Eggestein ist enttäuscht und abgekämpft. Im Hinspiel der Relegation schaffte Bremen nur ein 0:0 gegen Heidenheim. Foto: imago images/Nordphoto

Wer da gedacht hat, dass Werder ganz locker die Bundesliga-Relegation schafft, hat sich geirrt. Bremen müht sich im Hinspiel zu einem 0:0 gegen den Zweitliga-Dritten FC Heidenheim. Werder muss weiter um den Klassenerhalt zittern.

Nach dem starken 6:1-Rettungssieg auf Platz 16 am letzten Spieltag gegen Köln vergangenen Sonnabend ging gegen den Außenseiter aus Ostwürttemberg gar nichts. Zu zäh, zu fahrig, zu ungenau gegen die Heidenheimer, die hinten Beton angerührt hatten und sich aufs Kontern verlegten.

Die Nerven waren bei den Hanseaten so angespannt, dass es in der ersten Halbzeit nicht eine Torchance gab. Werder-Aufsichtsratsboss Marco Bode stöhnt in der Pause: „Das wirkt gelähmt. Wir können nicht zufrieden sein. Da muss mehr Tempo, mehr Aggressivität rein.“

Ein Donnerwetter muss es in der Kabine von Werder-Coach Florian Kohfeldt gegeben haben. Im zweiten Durchgang wurden die Bremer etwas munterer. Dazu krachte auch im Bremer Himmel, ein Gewitter zog am Stadion vorbei, es goss aus Kübeln. Der Rasen wurde immer tiefer und rutschiger. Das war ein weiterer Vorteil für den Zweitligisten, der sich konsequent aufs Zerstören der Bremer Angriffe konzentrierte.

In der 78. Minute kam Werders Yuya Osako mit einem Kopfball endlich mal zu einer Torchance. Fünf Minuten später versuchte es Fin Bartels mit einem 16-Meter-Schuss. Doch Heidenheims Keeper Kevin Müller hielt sicher.

Zu allem Überfluss sah auch noch Niklas Moisander nach Grätsche gegen FCH-Kapitän Sebastian Griesbeck die Gelb-Rote-Karte (87.). Für das Rückspiel am Montag in Heidenheim ist der Finne gesperrt.