Von Trainer zu Trainer: Nürnbergs Coach Robert Klauß erhält letzte Anweisungen von Markranstädts Übungsleiter Olaf Brosius vor seiner Einwechslung im Sachsen-Pokal. imago/Fotostand

Nanu? Ist das nicht? Das ist doch... Ja, er war es. Robert Klauß, 36 Lenze jung und hauptberuflich eigentlich Trainer von Zweitligist 1. FC Nürnberg, lief zur allgemeinen Überraschung beim 0:3 von Sechstligist SSV Markranstädt gegen den Süd-Oberligisten FSV Budissa Bautzen im sächsischen Landespokal auf!

Der Cheftrainer der Clubberer stürmte schon von 2006 bis 2009 und noch mal von 2013 bis 2016 für den SSV, erzielte dabei in 49 Spielen 15 Tore für den aktuellen Tabellenvierten der Sachsenliga. Nach dem Karriereende stieg der gebürtige Eberswalder bei RB Leipzig im Nachwuchs ein, wurde sogar Co-Trainer unter Ralf Rangnick, ehe er im Sommer 2020 die Franken übernahm.

In der 76. Minute wurde Klauß für den SSV  beim Stande von 0:2 eingewechselt, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Sein Bautzener Gegenspieler Norman Kloß staunte auf jeden Fall nicht schlecht. „Ich habe ihn auf dem Platz gefragt, ob er wirklich der Trainer von Nürnberg ist. Er hat sehr charmant geantwortet, wir haben ein bisschen geflachst. Aber er ist halt ein ganz normaler Gegenspieler“, sagte der Budissa-Verteidiger im mdr. 

Klauß selber freute sein Auftritt bei seinem Stammklub ungemein. „Es hat schon Spaß gemacht, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Natürlich hätte ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Ich wollte noch mithelfen, das Ding zu drehen. Ich wohne noch hier, ich bin dem Verein extrem verbunden und spiele hier auch bei den alten Herren mit“, so der 36-Jährige nach dem Duell gegen den klassenhöheren Oberligisten aus Bautzen. Alles also aktive Erholung für Klauß sozusagen. 

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