Ein Stoff, aus dem vor 40 Jahren Autositzbezüge hergestellt wurden. RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann und sein Sakko, das ihm beim 0:5 gegen ManU kein Glück brachte. Foto: dpa

Die vergangene Woche war eine zum Vergessen für RB: Erst ein schlimmes 0:5 in der Champions League bei Manchester United, danach ein 0:1 in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Haben sich die Roten Bullen davon schon erholt oder gibt es Mittwoch (21 Uhr) gegen Paris SG wieder etwas auf das schmucke Trainer-Sakko?

Für Aufsehen sorgte beim 0:5-Debakel gegen ManU nur das karierte Jackett von Julian Nagelsmann. Der Fall für die Modepolizei brachte dem Trainer jede Menge Spott ein. Dabei war der Auftritt seiner Profis viel peinlicher und sorgt für mächtig Druck in der Hammergruppe. RB muss heute gegen Paris Saint-Germain, den Halbfinalgegner der Vorsaison (0:3), schon siegen, um überhaupt die Gruppenphase zu überstehen.

Das weiß auch Nagelsmann: „Wir müssen einen Pflichtsieg, einfahren, entweder jetzt zu Hause oder eine Woche später in Paris. Wir haben gewisse Lehren aus dem Halbfinale gezogen.“ Doch ob die Spieler alles umsetzen können? Die Passqualität, das Anlaufen und der Zug zum Tor waren zuletzt nicht mehr gut. Hinzu kommt das Fehlen von verletzten Leistungsträgern wie Lukas Klostermann, Marcel Halstenberg oder Konrad Laimer. „Es sind viele Spiele, wir haben viele Verletzte“, begründete Sportdirektor Markus Krösche die Leistungsdelle.

Was Leipzig in die Karten spielen kann, sind die Ausfälle, die Nagelsmanns PSG-Kollege Thomas Tuchel zu beklagen hat. Nach Superstar Neymar (Adduktorenprobleme) fällt in Kylian Mbappé (Oberschenkelverletzung) auch sein zweiter Ausnahmespieler aus. Außerdem fehlen Julian Draxler, Marco Verratti, Mauro Icardi und Juan Bernat.

Die Terminhatz hat auch bei Borussia Dortmund, das in der Königsklasse beim FC Brügge (21 Uhr) antritt, Folgen. Abwehrboss Mats Hummels zog sich beim 2:0 in Bielefeld eine Muskelverletzung zu. Außerdem ist der Einsatz von Stürmerstar Erling Haaland (Knieprobleme) weiterhin fraglich. „Wir wissen noch nicht, ob er spielen kann“, erklärte BVB-Trainer Lucien Favre vor der Abreise nach Belgien.