Nadine Keßler könnte als Präsidentin mal richtig beim DFB aufräumen.




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Die Herren der Schöpfung bekommen beim DFB, dem größten Sportfachverband der Welt, nichts mehr gebacken. Fritz Keller hat sich als dritter Präsident innerhalb von neun Jahren verabschiedet. Jetzt wird es mal Zeit für weibliche Power. Wird der neue DFB-Boss eine Frau? Nadine Keßler (33) gehört zu den Favoriten unter den Kandidaten.

Die ehemalige Bundesliga-Spielerin von Turbine Potsdam ist längst nicht mehr nur ein Exotentipp. Die Ex- Nationalspielerin und Weltfußballerin 2014 ist bestimmt keine charmante Alibi-Lösung, die nur nach Außen das Image des angestaubten DFB durch ihr Alter und Geschlecht faceliften soll.

Knie kaputt, danach Karriere bei Uefa

Wegen einer Knieverletzung musste sie vor fünf Jahren frühzeitig ihre Karriere beenden. Die kluge Kämpferin startete danach sofort als Karrierefrau bei der Uefa durch und stieg zur Chefin für den Frauenfußball im europäischen Verband auf. Sie hat Verbandspraxis eingesaugt und kann sich durchsetzen. Keßler neue DFB-Präsidentin? Es wäre eine Revolution.

Die möglichen anderen Kandidaten stehen wirklich für die alte Fußballwelt, auch wenn sie noch so hochqualifiziert sind. Der scheidende Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, Bayerns Ex-Präsident und Ex-Manager Uli Hoeneß, Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler oder auch Matthias Sammer. Das klingt nicht nach Aufbruch.

Rio-Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm (37) schon eher. Doch der ist mit der EM 2024 noch stark eingebunden. Vielleicht gibt es ja auch eine harmonische Doppelspitze Keßler/Lahm statt ewig streitende Alphatiere.