BAK-Profi Ugur Tezel (l.) kollabierte nach dem Spiel gegen Carl-Zeiss Jena, nachdem er erst kürzlich von einer Corona-Infektion genesen war. imago/Bild13

Dass der BAK beim FC Carl-Zeiss Jena mit 0:2 verloren hat – es ist zur absoluten Nebensache geworden. Denn ein großes Drama überschattet die Auswärtsfahrt des Berliner Regionalligisten. Unmittelbar nach dem Spiel sind gleich zwei Profis zusammengebrochen und mussten vom Notarzt behandelt werden. Beide waren kürzlich an Corona erkrankt. 

Es ist erneut ein Signal an alle Skeptiker, das krasser nicht sein könnte! Ja, es gibt Corona. Ja, die Krankheit ist gefährlich! Sie ist heimtückisch. Und ja, sie trifft auch gesunde, sportliche Menschen völlig unvorhergesehen mitunter hart.

Zusammenbrüche nach Corona-Infektion beim BAK

Denn Ugur Tezel und Kwabe Schulz, 24 und 23 Jahre alt, zählen sicher nicht zur Hochrisiko-Gruppe. Die beiden Abwehrspieler des BAK hatten sich beim großen Corona-Ausbruch in der Mannschaft im November infiziert. Beide glaubten, wieder fit zu sein. Nicht für 90 Minuten, aber zumindest für einen Teil des Spiels.

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Während Ugur Tezel nach 76 Minuten ausgewechselt worden war, war Kwabe Schulz für die letzte halbe Stunde eingewechselt worden. Doch die Belastung war nach der überstanden Corona-Infektion offenbar zu groß.

Kwabe Schulz vom Berliner AK (links) erlitt kurz nach dem Spiel gegen Jena einen Zusammenbruch, musste vom Notarzt versorgt werden. City-Press GmbH

Erst bracht unmittelbar nach dem Abpfiff Kwabe Schulz zusammen, in der Kabine kollabierte dann auch Ugur Tezel. Beide mussten von Notärzten mit Sauerstoff versorgt werden.

Zusammenhang zwischen Corona-Infektion und Zusammenbrüchen bei BAK-Spielern

Das hat BAK-Trainer André Meyer dem RBB bestätigt. Ugur Tezel und Kwabe Schulz hatten unmittelbar nach dem Regionalliga-Spiel in Jena Herz-Kreislauf-Probleme gehabt. Laut den Notärzten gebe es „einen unmittelbaren Zusammenhang“ mit der vorangegangenen Corona-Infektion, so Meyer.

„Wir sind natürlich zusammengeschreckt. Das hat uns die Dinge noch mal richtig vor Augen geführt“, sagte Meyer dem RBB und sprach von einer „brutal emotionalen" Situation. Auch andere gerade von der Infektion genesene Spieler hätten nach den Vorfällen „für sich selbst Angst gehabt“.

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Mittlerweile geht es beiden Profis besser. Ob sie bei den beiden weiteren Spielen vor der Winterpause – am 12. Dezember gegen Auerbach und sieben Tage später bei Tennis Borussia – auflaufen können und wollen, ist aber noch völlig unklar. „Unseren Spielern geht es so weit gut. Die Untersuchungen laufen“, teilte der BAK am Sonnabend mit.

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