Wurde trotz der hohen Pleite nach dem Schlusspfiff von den Rängen gefeiert: die Mannschaft des BFC Dynamo.  Patrick Skrzipek

Da standen sie am Mittelkreis, rückten Stück für Stück der Gegengeraden entgegen. Hand in Hand. Und von den Rängen schallte ihnen ein trotzig-donnerndes „Dynamo“ entgegen. Aufmunterung für Regionalligist BFC Dynamo trotz einer 0:6-Klatsche gegen Bundesligist VfB Stuttgart, der im Sportforum am Ende ein wenig zu hoch gewann.

Das erhoffte Pokalwunder blieb aus. Hängende Köpfe gab es schon. Zumindest unmittelbar nach dem Spiel. „Natürlich sind jetzt alle richtig enttäuscht. Weil das Ergebnis am Ende so deutlich ist. Denn eigentlich haben wir ein ganz gutes Spiel gemacht. Aber gegen einen Erstligisten ist das so eine Sache. Bei 0:2 ist noch nichts verloren. Das ist in jedem Spiel so, da kannst du in der 80. Minute noch das 1:2 machen. Und dann brennt noch mal richtig der Baum. Und du hast die Zuschauer, die dich richtig pushen“, so BFC-Trainer Christian Benbennek.

Enttäuschung muss raus aus den Köpfen

Ließ der VfB aber nicht zu, der trocken seinen Stiefel weiter runterspielte. „Mit dem dritten Gegentor ist das dann durch, das tut dann richtig weh“, kommentierte Benbennek die Anfangsminuten nach der Pause, als der BFC noch mal alles in die Waagschale warf, was er zu bieten hatte.

Die weiteren Treffer – geschenkt. „Man hat doch gesehen, dass die Jungs alles gegeben haben. Sie waren dann darauf aus, den Zuschauern noch ein Tor zu schenken. Aber das Tor vom VfB war wie zugenagelt“, so Dynamos Coach.

Mittwoch ist für BFC schon wieder Pokal

Abhaken. Mund abputzen. Weitermachen. Diese Klatsche wirft die Hohenschönhauser nicht um. Es gilt, den Blick nach vorne zu richten. Denn da steht am Mittwoch die erste Runde des Landespokals auf dem Programm. Die SpVgg Tiergarten gibt sich im Sportforum die Ehre (19 Uhr). Und wer Feste wie das am Sonnabend gegen Stuttgart erleben will – und stimmungstechnisch war die Partie über weite Phasen ein Fest –, der muss den Pott wiederholen. Da gilt es eben auch, gegen einen Kreisligisten Dampf zu machen.

Für die Liga gilt das ja sowieso. Da muss Dynamo dem BAK auf den Fersen bleiben, der das Pokalwochenende nutzte, um die Dynamos mit einem 4:1 in Fürstenwalde von der Tabellenspitze zu verdrängen. Die Weinrot-Weißen haben auf jeden Fall vor, so lange wie möglich ihre weiße Weste zu bewahren. Denn wie die vergangene Saison gelehrt hat, kann man ja auch mit nur elf Siegen aufsteigen. Wer weiß denn, was Corona noch so alles in petto hat, außer Variante Delta und ob die Saison wirklich zu Ende gespielt wird ...