Weil es für die meisten Fußball-Fans im Land so schön ist: Hier noch einmal Weiß auf Grün der Endstand beim Pokal-Aus der Bayern in Gladbach. imago/Horstmüller

Die Demütigung in Gladbach hat den großen FC Bayern in seinen Grundfesten erschüttert. Stars und Verantwortliche waren nach dem 0:5-Debakel fassungslos. „So ein kollektives Versagen in so einem wichtigen Spiel habe ich noch nicht erlebt. Wir sind in der ersten Halbzeit von A bis Z zerpflückt worden“, sagte Thomas Müller nach der historischen 0:5 (0:3)-Pokalschmach seines FC Bayern fassungslos.

Bittere Pleiten sind selten bei den Münchnern, aber es gab sie. Erinnert sei hier nur an ein 1:5 in der Liga gegen Frankfurt im November 2019. Trainer seinerzeit bei den Hessen ein gewisser Adi Hütter! Kurz darauf war Niko Kovac nicht mehr Trainer bei den Bayern.

Doch so ein Abend wie am Niederrhein ist außergewöhnlich. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Borussia ein Angstgegner der Münchner ist. In der Vorbereitung gab es diesen Sommer ein 0:2. Am ersten Ligaspieltag kamen Müller, Robert Lewandowski & Co. auch nicht über ein 1:1 bei den Fohlen hinaus.

Spott in den sozialen Medien für Kimmich & Co.

Der gefrustete Müller lieferte zumindest einen Ansatz für den sensationellen Bayern-Absturz: „Wir haben nicht diesen Punkt gefunden, wo der FC-Bayern-Wut-Motor angeht. Es ist von allen Beteiligten eine katastrophale Leistung gewesen. Das musst du erst mal hinbekommen.“

„Wir müssen in den nächsten ein, zwei Tagen sicher mit Häme und Spott leben“, mutmaßte Ersatzchef Dino Toppmöller – und musste darauf nicht lange warten. Besonders in Anspielung auf Joshua Kimmichs Impfweigerung gab es in den sozialen Medien sofort Wortspiele – etwa die Frage nach den „Langzeitfolgen“ für die Bayern.

Die soll es nicht geben. Müller hofft auf die passende Antwort schon am Sonnabend bei Union. „Man ist es von uns gewohnt, dass wir nach Negativerlebnissen eine Reaktion zeigen“, sagte er und fügte nachdenklich an: „Aber das ist leicht gesagt. Normal ist man es von uns auch gewohnt, dass wir nach Rückständen anders reagieren.“

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