Russen-Oligarch Iwan Sawwidi ist Präsident des griechischen Klubs PAOK Saloniki. PAOKFC

Wilder Westen? Nein, wilder Osten! Vor drei Jahren spielte sich im griechischen Thessaloniki eine unglaubliche Szene beim Erstliga-Spiel zwischen PAOK Salonik und AEK Athen ab. Der russische PAOK-Boss Iwan Sawwidi rannte aus Protest in der 90. Minute aufs Spielfeld. Dabei blitzte an seinem Gürtel ein Revolver auf. Jetzt wurde der Russen-Oligarch zu 25 Monaten Gefängnis auf Bewährung verknackt.

Die Bilder gingen damals um die Welt, doch ein Gericht in Thessaloniki ließ die Waffe nun gelten, weil Sawwidi über einen Waffenschein verfügt. Verurteilt wurde er also nur, weil er in der 90. Minute unerlaubterweise aufs Spielfeld rannte.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor argumentiert, Spieler des gegnerischen Clubs AEK hätten Angst gehabt, auch habe sich Sawwidi in Richtung Schiedsrichter bewegt. Zudem habe eine Waffe auf dem Spielfeld nichts zu suchen – das Verhalten weise eher auf Selbstjustiz hin. Doch diese Einwände wurden mit Blick auf den Waffenschein des Klubbesitzers abgewiesen.

Sawwidi zurück nach Russland

Zuvor war Sawwidi bereits vom griechischen Fußballverband für drei Jahre aus griechischen Stadien verbannt und zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verdonnert worden. Griechische Medien rätseln schon seit einiger Zeit, wo sich der russische Oligarch aufhält – in Griechenland ist er nicht, sondern womöglich im russischen Rostow. Gegen das aktuelle Urteil hat er jedoch bereits Berufung eingelegt, berichtete am Donnerstagnachmittag der griechische Staatssender ERT.

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