Lionel Messi (r.) wurde in Paris von den PSG-Fans frenetisch empfangen. AFP

Ohrenbetäubender Lärm, bengalische Feuer, Fans in Ekstase: Fast schon ehrfürchtig ließ sich Lionel Messi vor dem Parc des Princes feiern. Was er sich für seinen Abschied vom FC Barcelona gewünscht hatte, er bekam es beim großen „Bienvenue“ von Paris Saint-Germain.

„Ich danke den Parisern, es ist Wahnsinn seit meiner Ankunft. Das ist das i-Tüpfelchen“, sagte Messi – allerdings an einem durchinszenierten Tag nicht vor den euphorischen und trotz Corona dicht gedrängten Fans, sondern zuvor schon in seiner Pressekonferenz am Mittwoch.

Messi verdiente in Barcelona mehr als 200.000 Euro – pro Tag!

Und so sah er auch wieder aus, im Gegensatz zu dem tieftraurigen Messi, der sich drei Tage zuvor noch schluchzend und weinend und mit leiser Stimme vom FC Barcelona verabschiedet hatte. „Seit meiner Ankunft hier empfinde ich großes Glück“, sagte Messi, die Stimme nun wieder fest und immer wieder ein leichtes Lächeln auf den Lippen.

Imago
PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi (l.) präsentiert mit Sportdirektor Leonardo und Lionel Messi das neue Trikot des Pariser Superstars.

Tragen wird Messi die Nummer, die er einst bei seinem Debüt beim FC Barcelona hatte: die 30. Die 10 von Neymar wollte er seinem einstigen und auch jetzigen kongenialen brasilianischen Sturmpartner lassen. Wann Messi sein Debüt gibt, ließ er nach seinem gerade absolvierten Urlaub offen: „Ich hoffe, es wird so früh wie möglich sein.“

PSG-Boss Al-Khelaifi scherzt über Messis Gehalt

Und Messi stellte gleich mal klar: „Wir wollen die Champions League gewinnen.“ Dabei auf Barcelona zu treffen, im anderen als dem Barça-Trikot im Camp Nou zu spielen, werde sich sicherlich bizarr anfühlen, ahnte er bereits.

Seine Ära beim FC Barcelona endete aus finanziellen Gründen. Der mit fast 490 Millionen Euro verschuldete Club hatte sich, auch durch Messis üppiges Gehalt – allein von 2017 bis 2021 verdiente Messi mehr als eine halbe Milliarde(!) – in eine ausweglose Situation gebracht.

In Paris weht dank der Katar-Kohle bekanntlich ein anderer Wind: „Wenn wir Leo verpflichten, dann, weil wir es können“, sagte Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi, der Messi 35 Millionen Euro pro Saison zahlt – netto.  Man würde die Regeln des Financial Fair Play kennen und auch einhalten. Allzu viel Luft nach oben scheint es aber selbst in der Pariser Portokasse nicht mehr zu geben. Al-Khelaifi mit einem Schmunzeln: „Wir hoffen, dass Leo nicht nach mehr Gehalt fragen wird.“

Lesen Sie auch: Verrückter Polizeieinsatz bei Messi-Ankunft: Bayern-Boss Kahn ist vor PSG nicht bange >>