Die Fußball-Stars Kylian Mbappé, Paul Pogba und Antonio Rüdiger (v. l.) sind heiß begehrt, auch weil ihre Verträge im Sommer auslaufen. Imago

Hertha BSC war auf Shopping-Tour, Union reagierte auf den Blitz-Abschied von Max Kruse mit der Verpflichtung von Sven Michel. Doch der internationale Transfermarkt kam in Corona-Zeiten auch im Winter nicht so richtig in Schwung. Spätestens im Sommer wird dafür einiges los sein. Dann laufen die Verträge vieler Top-Stars mit einem Marktwert von insgesamt mehr als einer halben Milliarde Euro aus. Der KURIER zeigt, welche Knaller es schon bald zum Nulltarif gibt.

Kylian Mbappé

Der französische Ausnahemstürmer ist mit Abstand der wertvollste Spieler (Marktwert: 160 Mio.), der bald ablösefrei zu haben sein wird. Der immer noch erst 23 Jahre alte Angreifer hat bisher jedes Angebot ausgeschlagen, seinen Vertrag bei Paris Saint-Germain (PSG) zu verlängern. Real Madrid wähnt sich in der Pole-Position, auch wenn Ex-Nationalspieler Toni Kroos davon noch nichts in Madrid gehört haben will.

Paul Pogba

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Weltmeister Paul Pogba liebäugelt mehr oder weniger bereits seit seiner Ankunft bei Manchester United mit einem Abschied von der Insel.

Mino Raiola, Berater des Mittelfeldmanns, rührt praktisch seit Pogbas Ankunft bei Manchester United (wechselte 2016 für 105 Mio. von Juventus Turin auf die Insel) die Werbetrommel für seinen Klienten. Auch Uniteds Kurzzeit-Boss Ralf Rangnick soll Pogba (28, Marktwert: 55 Mio.) bisher nicht zum Bleiben überredet haben können. Der Franzose soll mit einer Juve-Rückkehr liebäugeln und auch über PSG (und das viele Geld) nachdenken.

Paulo Dybala

Der Argentinier, an dem der FC Bayern mal dran war, zeigt nach einer schwachen Vorsaison bei Juventus Turin, warum er zu den begehrtesten Offensivspielern der Welt zählt. Eine Vertragsverlängerung bei Juve steht im Raum. Zuletzt galten für den 28 Jahre alten Angreifer (Marktwert 50 Mio.) aber auch der FC Arsenal und Atletico Madrid als mögliche neue Arbeitgeber.

Franck Kessié

Der Mann von der Elfenbeinküste kommt beim AC Mailand nach seinem 24-Millionen-Wechsel (2019 von Atalanta Bergamo) pünktlich zu seinem Vertragsende in Fahrt. Kessié (25, Marktwert: 48 Mio.), zentraler Mittelfeldmann mit Zug zum Tor, soll beim FC Barcelona, beim FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp sowie bei den Tottenham Hotspur auf der Liste stehen.

Marcelo Brozovic

Der Kroate ist bei Inter Mailand der Mann fürs Grobe im defensiven Mittelfeld, führte die Italiener in der vergangenen Saison zum ersten Scudetto nach elf Jahren. Weil Inters China-Investoren kein Geld mehr in den Klub pumpen wollen, sucht Brozovic (29, Marktwert: 40 Mio.) nach einem Klub. Im Sommer klopfte bereits der FC Bayern bei Brozovic an. Zuletzt galt Newcastle United dank der Saudi-Kohle als möglicher Abnehmer.

Antonio Rüdiger

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Rüdiger und Süle, hier mit Robin Koch (v. l.), sind bei Bundestrainer Hansi Flick derzeit in der Abwehrzentrale gesetzt und stehen bei vielen Klubs auf der Einkaufsliste.

Aus Neukölln in die weite Welt: Rüdiger ist der erste Deutsche (28, Marktwert: 35 Mio.) auf der Liste der bald ablösefreien Kicker. Der FC Chelsea und Trainer Thomas Tuchel wollen den Verteidiger unbedingt halten. Gerüchte über einen Bayern- oder Paris-Wechsel halten sich aber hartnäckig. Die Franzosen locken Rüdiger im Sommer mit einem kolportierten Jahresgehalt von mehr als sieben Millionen Euro – netto versteht sich.

Niklas Süle

Der FC Bayern soll auch um Rüdiger buhlen, weil Niklas Süle den Klub verlässt. Süle (26, Marktwert: 35 Mio) fühlte sich in München nicht ausreichend wertgeschätzt (und entlohnt), träumt von einem Abenteuer im Ausland. Deswegen wurde er zuletzt bei vielen Top-Klubs gehandelt, darunter der FC Barcelona, Manchester United und natürlich PSG.

Andreas Christensen

Der Däne und ehemalige Gladbach-Profi kommt zwar in dieser Saison beim FC Chelsea zu mehr Einsätzen als im Vorjahr. Dennoch hat er bisher jedes Angebot zur Vertragsverlängerung an der Stanford Bridge abgelehnt. Der eigentlich klamme FC Barcelona hat bereits nach Christensen (25, Marktwert: 35 Mio.) die Fühler ausgestreckt. Auch RB Leipzig, der AC Mailand, der BVB und die Bayern sind interessiert.

Ousmane Dembélé

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Für Ousmane Dembélé zahlte der hochverschuldete FC Barcelona satte 140 Mio. Euro an den BVB. Jetzt droht der Franzose ablösefrei zu gehen.

Beim BVB und aus der Bundesliga verabschiedete sich Dembélé im Streik. Der BVB kassierte als Schadensersatz für den vielen Ärger – und Dembélés Tore – satte 140 Mio. Euro. Mittlerweile ist der 24 Jahre alte Franzose nur noch 30 Mio. wert, allerdings kaum reifer. Einen stark leistungsbezogenen neuen Barca-Vertrag lehnte der begnadete wie verletzungsanfällige Flügelstürmer ab. Bayern dachte über Dembélé nach, verlängerte aber lieber mit dessen Landsmann Kingsley Coman. Chelsea klopfte am Montagabend zu spät beim Stürmer an. Neben dem Klub von Trainer Thomas Tuchel könnte auch PSG im Sommer bei Dembélé vorstellig werden.

Andrea Belotti

Italiens 28 Jahre alter Nationalspieler stürmt seit fünf Jahren für den FC Turin und kommt in der Serie A auf die tolle Torquote von 100 Buden in 257 Spielen. Sein Marktwert schrumpfte zuletzt von 40 auf 28 Mio., weil sich Belotti in dieser Saison immer wieder mit Verletzungen rumplagte. Zahlreiche Interessenten wird es dennoch geben. Belotti will in Italien bleiben, ließ sich deswegen auch nicht diesen Winter vom vielen Saudi-Geld von Newcastle United locken.

Matthias Ginter

Gladbachs Verteidiger ist nach Süle der zweite Bundesliga-Spieler in den Top 10 der derzeit wertvollsten ablösefreien Spieler. Sein Abschied im Sommer ist besiegelt, die Fohlen holten bereits Unions ehemaligen Abwehrchef Marvin Friedrich als Ginter-Nachfolger.  Wohin es den Nationalspieler (28, Marktwert: 24 Mio.) zieht, ist dagegen noch offen. Inter Mailand ist stark interessiert, aber auch der FC Bayern befasst sich mit Ginter.

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