Wenn es nach Lothar Matthäus geht, sehen wir hier die beiden neuen DFB-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Rudi Völler.  Foto: imago/MIS

Die Debatte um DFB-Präsident Fritz Keller nach dessen unsäglichem Nazi-Vergleich reißt nicht ab. Dem 64-Jährigen wurde von den Präsidenten der Landes- und Regionalverbände am Wochenende während der Tagung in Potsdam das Vertrauen entzogen. Er hatte seinen Vize Rainer Koch als „Freisler“ bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, auf eine Stufe gestellt. Auch DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius bekam sein Fett ab. Noch will keiner zurücktreten, alle Seiten spielen auf Zeit. 

Jetzt meldet sich auch Lothar Matthäus zu Wort. Der Rekordnationalspieler plädiert für ein Großreinemachen, Es werde Zeit, „dass der größte Fußball-Verband der Welt von jemandem angeführt wird, der aus dem Fußball kommt“, brach der 60-Jährige eine Lanze für Karl-Heinz Rummenigge oder Rudi Völler als Keller-Nachfolger. „Am liebsten wären mir beide. Rummenigge als Präsident und Völler als Vize. Selbst wenn es am Ende nur einer wird, hätten wir großen Grund zur Freude“, sagte Matthäus.