Bei Roter Stern Belgrad spielte Marko Marin 2019 immerhin noch in der Champions League gegen Bayerns Jerome Boateng. Foto: imago images/Nordphoto

Kennen Sie noch Marko Marin (31)? Vor über zehn Jahren wurde der Ex-Nationalspieler mit Mesut Özil, einem Weltmeister von 2014, bei Werder Bremen als Traumduo gefeiert. Jetzt ist er nur noch Wüstennomade und wandert in Saudi-Arabien von einem Klub zum anderen.

Der offensive Mittelfeldspieler wurde im Ölscheichland vom Liga-Spitzenreiter Al-Ahli Dschidda bis zum Sommer an Abstiegskandidat Al-Raed FC ausgeliehen. Es ist Marins seine elfte (!) Profistation.

Für Marin war als überzähliger Ausländer (nur sieben dürfen im Kader sein) kein Platz mehr, obwohl er erst ein Jahr bei Al-Ahli Dschidda gespielt hatte. Es ist ein bitterer Absturz für eines der ehemals größten deutschen Fußball-Talente.

Wie konnte es dazu kommen? 2012 wechselte Marin voller Tatendrang, aber ohne richtig große Perspektive von Bremen zum FC Chelsea. Dort begann dann seine Odyssee. Beim englischen Nobelkub wurde er zum Leihspieler und quer durch Europa weitergereicht – Sevilla, Florenz, Anderlecht, Trabzonspor.

Als 2016 sein Vertrag bei den Blues in London auslief, wechselte er fest zu Olympiakos Piräus. Zwei Jahre später ging der Deutsch-Bosnier dann zu seinem serbischen Lieblingsklub Roter Stern Belgrad. Doch auch dort dauerte das Glück aber nur zwei Jahre.

Jetzt ist er in der Wüste angekommen und hofft darauf, irgendwann noch mal zu seinem Jugendklub Eintracht Frankfurt, bei dem von 1996 bis 2005 ausgebildet wurde, zurückkehren zu dürfen. Marin: „Wenn es zu einer Rückkehr in die Bundesliga kommen sollte, dann am liebsten zur Eintracht.“ Doch das bleibt wohl nur ein nicht erfüllbarer Wunsch.