Stürmer Jean-Philippe Mateta machte die Hälfte aller Mainzer Tore, jetzt ist er weg. Foto: dpa

Krisenklub Mainz 05 verliert 0:2 gegen den VfL Wolfsburg und seinen besten Stürmer Jean-Philippe Mateta (23). Der Franzose wird in einer Blitzaktion an den englischen Premier-League-Klub Crystal Palace ausgeliehen.

Das ist wirklich kein Scherz beim selbsternannten Karnevalsklub, der mit nur sieben Punkten tief im Tabellenkeller steckt. Die Mainzer haben gerade mal 15 Tore geschossen, sieben davon erzielte Mateta.

Der neue Trainer Bo Svensson versuchte den rätselhaften Abgang zu begründen: „Es ist eine Überlegung von Vereinsseite, von meiner Seite, von Jean-Philippes Seite. Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass es für alle Seiten die beste Lösung ist.“

Für anderthalb Jahre wurde Mateta an die Engländer ausgeliehen. Der neue Sportdirektor Martin Schmidt will in dem Transfer sogar eine Chance sehen: „Jetzt können wir in die Mannschaft auch was investieren.“ Dafür bleibt bis Monatsende noch Zeit.

Der Verein, seit 2004 mit einer Saison-Unterbrechung (07/08) in der Bundesliga, spielte die bisher schlechteste Hinrunde der Vereinsgeschichte. Beim Abstieg 2007 hatte der FSV elf Punkte zum Hinrunden-Ende.

Der neue Dänen-Coach holte in drei Spielen nur einen Punkt. Der Durchhalte-Parolen-Modus ist längst angestellt. Schmidt: „Bo Svensson dreht an den richtigen Schrauben, das sieht man.“ Die Mission Klassenerhalt ist fast unmöglich und jetzt ist auch noch der beste Torschütze weg.