Hat sich durch seine Leistungen in Holland wieder in den Fokus gespielt: Mario Götze (28). Foto: Imago Images

Noch einmal drei Spiele in sieben Tagen. Dann ist das turbulente Nicht-EM-Jahr für Bundestrainer Joachim Löw (60) zu Ende. Die Arbeit bei weitem nicht. Für das auf 2021 verschobene Turnier laufen seine Planungen bereits auf Hochtouren. Während die DFB-Tür für ein Weltmeister-Trio zu bleibt, scheint eine Rückkehr von Rio-Held Mario Götze (28) möglich.

„Wir verlieren ihn nicht aus den Augen“, sagt Löw über Götze nach dessen Wechsel zur PSV Eindhoven dem Sportbuzzer und erklärt: „Es hat sich in Deutschland immer alles auf ihn fokussiert. Er hatte durch das Tor 2014 einen Rucksack auf, der sicher auch eine große Last bedeutet hat. Deshalb freue ich mich für ihn, dass er in Eindhoven so gut gestartet ist. Das war so nicht zu erwarten.“

Dabei verriet der Bundestrainer auch, dass der Kontakt nie abgebrochen sei. Götze habe ihn über seine Zukunftsplanungen „auf dem Laufenden gehalten“. Für Löw war dessen Holland-Wechsel „genau die richtige Entscheidung“.

Wieder frisch und agil

Da überrascht es nicht, dass Löw Götze fast drei Jahre nach seinem 63. und bislang letzten Länderspiel wieder ins Gespräch bringt. Denn tatsächlich wirkt der Ex-BVB- und Bayern-Profi bei der PSV wie befreit: Zwei Tore aus den ersten fünf Pflichtspielen und jede Menge quirlige Aktionen scheinen auch Löw wieder an Götzes beste Zeiten zu erinnern: „Er wirkt sehr frisch und sehr agil, die Freude ist ihm anzumerken. Das braucht er für seine Leichtfüßigkeit, für seine Variabilität.“

Während Götze vom DFB-Comeback träumen darf, guckt ein Trio weiter in die Röhre. Für die bereits im März 2019 aussortierten 2014-Weltmeister Thomas Müller (31), Jerome Boateng (32) und Mats Hummels (31) „hat sich nicht verändert“, sagt Löw und erklärt: „Wir wollten den Verjüngungsprozess ganz bewusst, und Spieler wie Gnabry, Sané, Kimmich, Werner, Goretzka, Süle, Havertz brauchen Räume, um sich weiterzuentwickeln. Sie brauchen Einsatzzeit und müssen Erfahrungen machen.“

Deswegen bittet der Bundestrainer weiter um Verständnis und findet für das Trio warme Worte: „So wie Thomas, Mats, Jerome das auch brauchten, bevor sie zu Säulen bei der WM in Brasilien wurden. Ich weiß aber, dass dies drei tolle Persönlichkeiten sind mit individueller Extraklasse.“