Lichtenbergs Richard Ohlow – hier im Duell mit Unions Suleiman Abdullahi  (l.) – konnte im Pokal zwar treffen, aber das Aus bei Blau-Weiß 90 nicht verhindern. City-Press/Moritz Eden

War es der Fluch der guten Tat? Der 1. FC Union hatte ja unbedingt aus Gründen der Belastungssteuerung einen Test unter der Woche absolvieren wollen. Auch, um die Neuzugänge Kevin Möhwald und Bastian Oczipka schnellstmöglich an das Team heranführen zu können. Lichtenberg 47 stellte sich bereitwillig zur Verfügung und gab beim 0:2 (0:1) der Eisernen am Mittwoch ein gutes Bild ab. 

Doch vier Partien binnen neun Tagen waren dann wohl doch zu kräftezehrend für den ohnehin von Verletzungssorgen gebeutelten Regionalligisten, der zuletzt in der Liga schon das Bezirksderby beim BFC Dynamo (1:2) und den Heimerfolg gegen Rathenow (2:0) in den Knochen hatte. Der klassentiefere Oberligist Blau-Weiß 90, seit 2015 trainiert von Ex-Union-Profi Marco Gebhardt, war Endstation für die Lichtenberger im Berliner Pokal.

Gebhardt-Team kommt eine Runde weiter

Richard Ohlow egalisierte zwar noch vor der Pause mit dem 1:1 (29.) die Führung der Mariendorfer durch Mike Brömer (21.),  aber das 1:2 durch Fabian Engel (55.) konnte das Team von Coach Uwe Lehmann nicht mehr kontern.

So blieb als schwacher Trost, dass die rund 2500 Besucher beim Kick gegen die Eisernen knapp 10.000 Euro in die Lichtenberger Vereinskassen gespült hatten. Denn Union war ja dankenswerterweise unentgeltlich angetreten.

Nachtrag: Die anderen an diesem Wochenende spielenden Favoriten gaben sich im Pokal keine Blöße. Altglienicke macht kurzen Prozess mit dem FC Nordost (12:1),  Hertha Zehlendorf gewann mit 2:1 beim Friedenauer TSC. Ebenso knapp besiegte der SC Staaken Hilalspor, BAK fertigte Concordia Britz mit 5:1 ab, Eintracht Mahlsdorf bezwang den Köpenicker SC mit 8:3, der CFC Hertha 06 behielt mit 5;1 bei  SW Neukölln die Oberhand und Stern 1900 feierte einen 14:0 Kantersieg gegen Arminia Tegel.