Lennart Szyborra wechelste erst im Winter aus den Niederlanden nach Bergamo. imago-images

Der deutsche Fußball-Profi Lennart Czyborra von Atalanta Bergamo erlebt die Zeit in häuslicher Quarantäne auch als psychischen Stress. «So eine Situation hatte ich noch nie, dass man sich jeden Tag nur mit sich selber beschäftigt. Da muss man wirklich aufpassen, dass man nicht depressiv wird», sagte der 20 Jahre alte gebürtige Berliner der «Märkischen Oderzeitung». «Ich spreche viel mit Freunden über Facetime, das hilft. Meine Eltern in Wandlitz machen sich natürlich große Sorgen, wir telefonieren täglich.»

Die Provinz Bergamo ist in Italien am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen, zuletzt mussten Militärwagen Särge in andere Städte zum Verbrennen bringen. «Wir dürfen das Haus so wenig wie möglich verlassen, nur zum Beispiel zum Einkaufen», berichtete Czyborra über seinen Alltag in Quarantäne, die vorerst bis zum 4. April gehe. «Ich kaufe immer sehr viel ein, damit ich nicht so oft los muss, und gehe in einen etwas teureren Supermarkt, in dem es leerer ist.»

Czyborra war nach Stationen beim 1. FC Union, Hertha BSC und Energie Cottbus erst in der vergangenen Winterpause von Heracles Almelo in die norditalienische Stadt Bergamo gewechselt. Im Sommer 2019 stand sogar eine Rückkehr nach Köpenick zu den Eisernen zur Debatte. Sein Bruder Michael kickt zudem für die VSG Altglienicke.