Abmarsch! Ex-Unioner Toni Leistner kassierte in Fürth eine Rote Karte nach eiern Notbremse. Es war das erstes Zweitligaspiel für den HSV nach seiner Sportgerichtssperre, weil er in Dresden sich eine Rangelei mit einem Fan geleistet hatte.  Foto: Daniel Karmann/dpa

1:0 gewonnen. Aber so hatte sich Toni Leistner sein Zweitligadebüt für den Hamburger SV nicht vorgestellt. Nach 53 Minuten  war  gegen Fürth Schluss für den Ex-Unioner. Nach einer Notbremse an Havard Nielsen schickte ihn Schiedsrichter Martin Petersen vorzeitig zum Duschen.

Der Unglücksrabe war als Ersatzkapitän gerade erst von seiner „Sportgerichtssperre“ aus dem Pokalspiel bei Dynamo Dresden (1:4) zurückgekehrt, als er sich nach der Partie auf den Rängen eine Rangelei mit einem Dynamo-Fan gelistet hatte. Nun wartet schon wieder eine Sperre auf den Innenverteidiger.

Khaled Narey erzielte nach Vorarbeit des diesmal torlos bleibenden Simon Terodde beim Debüt von Sven Ulreich kurz vor der Pause den entscheidenden Treffer (45.+3). Bei ihrem neuen Schlussmann konnten sich die Hamburger am Ende bedanken, dass sie aus dem Ronhof drei Zähler mitnahmen. 

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel - die Partie gegen Aue war ja coronabedingt ausgefallen und wird am Mittwoch nachgeholt - eroberte der einstige Bundesliga-Dino für zumindest 24 Stunden die Tabellenführung.