Laut Medienberichten muss Lucien Favre seinen Stuhl bei Borussia Dortmund räumen. Foto: AP Photo/Martin Meissner

Das 1:5 war wohl zu viel. Borussia Dortmund regiert auf die peinliche Heim-Klatsche gegen den VfB Stuttgart und trennt sich von Trainer Lucien Favre. Die Mannschaft wurde am Nachmittag über diesen Schritt informiert.

Damit zog der wankende Titelaspirant die Konsequenzen aus dem 1:5-Debakel gegen Aufsteiger Stuttgart und den Leistungen der Vorwochen, in denen sich die Dortmunder auch beim 1:2 gegen den 1. FC Köln blamierten.

Favre hatte den BVB im Sommer 2018 übernommen. Sein Vertrag lief noch bis zum Saisonende. Der bisherige Favre-Assistent Edin Terzic soll bis Jahresende übernehmen und damit auch am Freitagabend beim 1.FC Union Berlin coachen.

„Wir alle sind Lucien Favre dankbar für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren, in denen er mit seinem Team zwei Vizemeisterschaften errungen hat. Als Fachmann und als Mensch ist Lucien Favre über jeden Zweifel erhaben“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Co-Trainer Manfred Stefes wurde ebenfalls freigestellt.

Angesichts der anhaltenden Talfahrt mit zuletzt drei Heimniederlagen in Serie sah sich die Vereinsspitze zu diesem Schritt gezwungen. Der desolate Auftritt gegen den VfB kostete Favre den letzten Rest Reputation. Nach zweieinhalb Jahren in Dortmund scheiterte auch der Schweizer an der schwierigen Aufgabe.

Nun muss sich der Revierclub mal wieder auf Trainersuche begeben. Nach der langen Erfolgsära von Jürgen Klopp (2008 bis 2015) wurden in Thomas Tuchel, Peter Bosz, Peter Stöger und Favre bereits vier Fußball-Lehrer verschlissen. Als mögliche Wunschkandidaten gelten Julian Nagelsmann und Marco Rose. Doch sowohl der Leipziger als auch der Mönchengladbacher Coach stehen bei ihren Clubs über den Sommer hinaus unter Vertrag.