Stäbchen rein und alles fein? Der hier simulierte Coronatest soll, wenn es nach dem Willen der medizinischen DFL-Taskforce geht alle drei Tage an Fußballprofis vollzogen werden.  Foto: imago mages/Frank Sorge

Leipzig - Ist das der Königsweg, um den Ball wieder rollen zu lassen? Oder ist es nur heiße Luft? Die neugegründete medizinische Taskforce der Deutschen Fußball Liga hat offenbar erste Entscheidungen für den Weg zu einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga getroffen. Laut der MDR-Sendung „Sport im Osten“ sollen die Profis alle drei Tage auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus getestet werden.

Bei einem positiven Befund sollen nicht mehr alle Spieler der Mannschaft in Quarantäne geschickt werden, sondern nur der infizierte. Der MDR berichtet zudem, dass die Teams zu einer Partie antreten müssen, wenn sie 13 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung haben.

Die DFL wollte den Bericht auf dpa-Anfrage am Donnerstag nicht kommentieren. Bei einer virtuellen Mitgliederversammlung hatten die 36 Profi-Clubs am Dienstag beschlossen, den Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April auszusetzen. Mannschaftstraining ist frühestens vom kommenden Montag an wieder erlaubt, sofern die zuständigen Behörden dies gestatten. Ziel bleibt, die Saison bis zum 30. Juni zu beenden. Neun komplette Spieltage und die Nachholpartie von Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt stehen noch aus.

Interessant sein wird zu beobachten, wie die Bevölkerung darauf reagiert, wenn eine kleine Gruppe von ungefähr 1200 Erst-und  Zweitligaprofis priviligerten Zugang zu den Tests bekommen.