Der Pott aus dem die Träume sind. Foto: Jan Woitas/zb/dpa

Man kennt sie diese Bilder - kleine Klubs, die in Jubelstürme ausbrechen, wenn ihnen die Losfee den FC Bayern  oder Borussia Dortmund beschert. In diesem Jahr wird rund um die Ziehung davon eher wenig zu sehen sein. Denn gerade aus dem Amateurlager stehen viele Cup-Teilnehmer noch gar nicht fest. Allein in Berlin machen sich mit dem BFC Dynmao, der VSG Altglienicke sowie dem Fc Viktoria 89 und dem Berliner SC noch vier Klubs Hoffnung. Die Entscheidung soll am 22. August bei Finaltag der Amateure fallen,

Nicht das einzige, was anders ist. Denn auch bei der üblichen Pokal-Auslosungshow dürfen die Vertreter der kleinen Vereine wegen der Corona-Regeln nicht wie sonst üblich euphorisch und dicht gedrängt live bei der Ziehung dabei sein. Die Auslosung ist in diesem Jahr gleich in mehrfacher Hinsicht eine ganz besondere. Der KURIER beantwortet die wichtogsten Fragen: 

Unter welchen Rahmenbedingungen findet die Auslosung statt?

Die Auslosung wird am Sonntag ab 18.30 Uhr live  von der ARD aus  Köln übertragen. DFB-Präsident Fritz Keller, und die stellvertretende DFB-Generalsekretärin, Heike Ullrich, ziehen die Lose.

Wann wird gespielt?

Die erste Runde soll vom 11. bis zum 14. September ausgetragen werden und damit eine Woche vor dem Saisonstart in der Bundesliga und 2. Liga. Die zweite Runde findet unmittelbar vor Weihnachten statt (22./23. Dezember). Für das Achtelfinale (2./3. Februar 2021) und das Viertelfinale (2. und 3. März) gibt es ebenfalls schon feste Termine. Ungewöhnlich: Die Semifinalspiele sollen nicht wie sonst üblich unter der Woche, sondern am ersten Mai-Wochenende stattfinden. Ebenfalls unüblich: Das Finale im Berliner Olympiastadion ist nicht für einen Samstagabend geplant, sondern für den Donnerstag, 13. Mai (Christi Himmelfahrt).

Welche Vereine sind dabei?

Bereits qualifiziert sind die 36 Erst- und Zweitligisten der Saison 2019/20. Hinzu kommen aus der vergangenen Drittliga-Spielzeit die Aufsteiger Würzburger Kickers und Eintracht Braunschweig. Auch der FC Ingolstadt und der MSV Duisburg sind dabei. 

Für die noch nicht feststehenden 24 Teilnehmer werden bei der Auslosung Platzhalter eingesetzt. Einen Sonderfall gibt es in Sachsen-Anhalt: Dort wurde der Pokal bereits endgültig abgebrochen und der 1. FC Magdeburg als Starter festgelegt. Aus Bayern, das zwei Startplätze hat, ist zudem aller Voraussicht nach der 1. FC Schweinfurt 05 dabei.

Wieso wartet man mit der Auslosung nicht einfach noch?

Die Landespokal-Endspiele sollen am 22. August im Rahmen des "Finaltags der Amateure" ausgetragen werden. Bis dahin will der DFB mit der Auslosung aber nicht warten. Nach Verbandsangaben wurde der frühe Termin gewählt, «um insbesondere den Amateurvereinen eine intensivere Planung für die Spielorte zu ermöglichen».

Wegen der Corona-Pandemie brauchen die Amateurclubs zudem ein Hygienekonzept und ein Stadion, wo dieses auch umgesetzt werden kann. Bis Mitte August müssen alle Amateurvereine, die als Teilnehmer der ersten Runde infrage kommen, eine Heimspielstätte festlegen und ein mit den zuständigen Behörden abgestimmtes Hygienekonzept vorstellen. Ein schwieriges Unterfangen ...