Rincón vor 20 Jahren im Laufduell mit Argentiniens Diego Simeone. Foto: AFP

Kolumbien trauert um einen Fußballhelden. Freddy Rincón ist tot – mit 55 Jahren! Nach einem Unfall mit einem Bus am Montag erlag er drei Tage später im Koma seinen Verletzungen. Berühmt wurde Rincón auch in Deutschland. Durch ein einziges Tor!

Freddy Rincón saß in diesem Auto, als es mit einem Bus zusammenstieß. AFP

Bei der WM 1990 traf Rincón im letzten Vorrundenspiel gegen den späteren Weltmeister Deutschland. In der Nachspielzeit tunnelte er Torwart Bodo Illgner und traf so zum 1:1. Der dreifache WM-Teilnehmer Rincón, der in Bezug auf seinen Geburtsort und seine Statur in seiner Heimat als „Koloss von Buenaventura“ verehrt wurde, war am Montag bei einem Unfall im Süden der Stadt Cali als Beifahrer verletzt und in eine Klinik gebracht worden.

Rincón schaffte es bis zu Real Madrid

Trotz aller Bemühungen der Ärzte sei er am Mittwoch verstorben, teilte die Klinik nun mit. Der Wagen, in dem Rincón saß, war mit einem Bus zusammengestoßen. Die Conmebol würdigte ihn als „großartigen Spieler und Idol des kolumbianischen Fußballs“.

Rincón gehörte mit Carlos Valderrama und Faustino Asprilla zu der Generation herausragender Spieler, die sich mit Kolumbien dreimal hintereinander – 1990, 1994 und 1998 – für eine Weltmeisterschaft qualifizierte. Dank Rincóns berühmtem Treffer gegen Deutschland kam Kolumbien 1990 bei der WM weiter. Im Klubfußball spielte Rincón unter anderem für América de Cali, Palmeiras São Paulo und den SC Corinthians, den SSC Neapel und Real Madrid.

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