4. Juli 2004: Otto Rehhagel hebt die EM-Trophäe in den HImmel von LIssabon. Sensationell gewannen die Griechen gegen Gastgeber Portugal das Finale mit 1:0.Fußball. Foto: Imago Images

Sensation! Es gibt ab dem 10. November einen neuen Otto-Film in den Kinos. Nein, nicht von Komiker Otto Waalkes, sondern über Trainerlegende Otto Rehhagel (83). Der Titel: „King Otto“.

Sein größtes Husarenstück, mit dem Rehhagel europäische Fußballgeschichte schrieb, der sensationelle EM-Titel-Gewinn mit dem krassen Außenseiter Griechenland 2004, wird 15 Jahre später noch mal genau dokumentiert.

Rehhagel war bei der Vorstellung des Films in seiner Heimatstadt Essen ziemlich stolz: „Das war der größte Erfolg meiner Trainerlaufbahn, der Titel hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Das war einmalig, dass so ein Außenseiter den Titel gewinnt.“

„Es sind Freundschaften fürs Leben entstanden“

Der Coach, der seine Laufbahn nach dem Kurz-Engagement 2012 bei Hertha BSC (den Abstieg konnte er nicht verhindern) beendete, denkt noch immer gerne an seine Zeit als „Rehakles“ zurück und stellt dabei auch die zwischenmenschlichen Folgen des EM-Siegs in den Vordergrund. „Mit den Spielern ist eine Freundschaft fürs Leben entstanden. Wenn sie sich heute treffen, schicken sie mir immer Fotos davon“, sagt der Methusalem. 2004 feierten über eine Million Menschen in Athen den EM-Triumph. Bis heute in Rehhagel in Griechenland ein Volksheld.

Auch in der Bundesliga schaffte er einmal eine Megasensation. 1998 wurde er mit Aufsteiger 1.FC Kaiserslautern Deutscher Meister. Das gab es vorher noch nie und wird wohl auch einmalig bleiben. Rehhagel: „Solche Sensationen sind im heutigen Fußball nicht mehr möglich.“ Der Grund ist klar: Die Schere zwischen reichen und kleineren Klubs ist immer größer geworden.

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