Läuft derzeit für Dynamos Max Klump (l.),  hier im Duell mit Leipzigs Timo Mauer.  Patrick Skrzipek

Von wegen Klumpfuß! Wer Max Klumps Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 der Dynamos gegen Chemie Leipzig gesehen hat, kommt nicht umhin zu sagen, dass der 22-Jährige durchaus eine feine Klinge zu schlagen weiß. Auch wenn er seinen (Klump-)Fuß torbringend einzusetzen wusste. 

Damit konfrontiert, muss er selber lachen. „Kann man so sagen. Ich habe halt gesehen, dass Becks (Christian Beck/d. Red.) den Ball verlängert und da habe ich alles versucht, noch mal dranzukommen. Der Torwart war ja auch zu weit aufgerückt“, meinte der gebürtige Magdeburger, der derzeit beim BFC die linke Abwehrseite beackert.

Klump wollte wieder in den Osten

Dass die beiden vor ihm stehenden Leipziger ihn nicht auf dem Zettel hatten und er zwischen ihnen hindurch den Ball mit einem langen Bein ins Tor bugsierte, spricht für seine schnelle Auffassungsgabe. Gerne mehr davon beim Regionalliga-Top-Spiel am Sonnabend, wenn Tabellenführer BFC zum Drittplatzierten Luckenwalde muss (13 Uhr).   

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Dass er nicht der Mann des Tages war mit dem Siegtreffer, weil Andor Bolyki kurz vor dem Abpfiff auf 2:0 erhöhte, störte Max nur ein kleines bisschen. „Das wäre natürlich umso schöner gewesen. Aber ich glaube, das war ganz gut, dass Andor getroffen hat. Wir hatten ja in den letzten Minuten doch etwas Glück, dass wir keinen Gegentreffer bekommen haben“, meinte der Mann, der im Nachwuchs des VfL Wolfsburg seine fußballerische Ausbildung genossen hat. 

Dynamo-Wahl für Klump goldrichtig 

Es läuft! Bei Dynamo und bei Max Klump. Endlich Stammkraft und nicht mehr nur Ergänzungsspieler. „ Klar profitiere ich auch ein bisschen davon, dass wir so viele Verletzte haben. So komme ich mehr zum Einsatz. Aber ich glaube, dass der Trainer mit uns allen  ganz zufrieden sein kann“, meinte der gelernte Mittelfeldspieler.

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Kann er. Denn zwei Buden sind als Linksverteidiger ja nicht Alltag. Und so wundert es nicht, dass Klump sich derzeit im Stimmungshoch befindet. „Die Entscheidung, zu Dynamo zu gehen, war absolut richtig. Ich war ja letztes Jahr in Köln bei der U23. Da wollte ich unbedingt wieder in den Osten und näher an meine Heimat ran.“

Wichtig bei seiner Transferentscheidung war ihm halt auch, dass er in einer ersten Mannschaft spielt und nicht mehr nur bei einer Reserve. Denn dort würde man immer ein Stück unter dem Radar durchlaufen.