Karl-Heinz Rummenigge hat wenig Verständnis für die Fanvereinigung „Unser Fußball“ und leitet eine Verbal-Attacke ein. Foto: dpa

Das nennt man dann wohl Kampf um die Debattenhoheit. Es geht um den Kommerz und TV-Gelder auf der einen Seite und um die Fankultur auf der anderen Seite. 2300 Fanklubs haben sich zu der Initiative „Unser Fußball“ zusammengeschlossen. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss des FC Bayern, reitet jetzt eine harte Attacke gegen diese Gruppierung, die zum größten Teil von Ultras gegründet wurde.

„Wir sind jetzt leider angekommen an einem Punkt, an dem ich von den Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollten sie Mitsprache bei der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder. Aber wenn ich immer nur fordere, aber nie bereit bin, Pflichten und auch Verantwortung zu übernehmen, endet das in einer Einbahnstraße“, erklärt Rummenigge in der „Sport-Bild“.

Das Bündnis „Unser Fußball“ will, dass die DFL und der DFB noch vor dem Start der neuen Saison Reformen einleitet. Insbesondere geht es um die Verteilung der TV-Gelder, damit der sportliche Wettbewerb wieder attraktiver wird. Das würde den Branchenprimus und Serienmeister aus München dann eventuell ein paar Millionen kosten.

Die Bayern spüren, dass der Druck immer größer wird. Rummenigge greift deswegen das Bündnis auch direkt an: „Ich finde, der Name „Unser Fußball“ ist etwas anmaßend. Wem gehört der Fußball? Am ehesten noch denen, die ihn spielen - egal, auf welchem Niveau. Die Fans sind Teil des Fußballs, aber er gehört ihnen nicht.“