Leon Goretzka war einer der Besten beim 3:0 gegen Island. Er bildete ein dynamisches Mittelfeldtrio mit Kimmich und Gündogan. Foto: imago images/Contrast

Superstart in die WM-Qualifikation! Überzeugendes 3:0 gegen Island, doch jetzt hat Bundestrainer Jogi Löw plötzlich ein Luxusproblem: Auch ohne Toni Kroos war viel los!

Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Ilkay Gündogan machten gegen die Isländer richtig Dampf. Das sah auch Löw so: „Das Mittelfeld war sicherlich sehr gut unterwegs. Alle drei waren extrem ballsicher und immer anspielbar. Sie haben die Angriffe initiiert, die es in der Enge des Mittelfelds gab. Das war ein Pfund und ein Gewicht für uns.“

Auch Gündogan war zufrieden: „Wir haben den Ball gut laufen lassen.“ Und das alles ohne Stammspieler Toni Kroos, der wegen einer Adduktorenproblemen aus Duisburg abreisen musste. Doch der Bundestrainer hält weiter zum Weltmeister von 2014. „Warum sollte Toni Kroos um seinen Platz fürchten müssen? Das ist ein Weltklassespieler, der unsere Mannschaft natürlich auch prägt. Über die Qualitäten von Toni zu sprechen, ist mühselig.“

imago images
Toni Kroos musste von der Nationaelf wegen Leistenproblemen abreisen.

Doch der Star von Real Madrid fällt weiter aus. Das Trio Kimmich, Goretzka, Gündogan kann sich am Sonntag (20.45 Uhr, RTL) im zweiten WM-Quali-Spiel in Rumänien weiter einspielen und empfehlen.

Löw stoppt jede Debatte um Kroos und sagt: „Man sieht ja, wie schnell irgendwelche Spieler ausfallen können durch Verletzungen und so weiter. Ich wäre wahnsinnig froh, wenn im Mai zur Nominierung alle gesund und fit sind.“ Und keiner in Corona-Quarantäne muss…

Denn die Pandemie ist besonders nach dem positiven PCR-Test des Gladbachers Jonas Hofmann ist für Löw weiterhin das akute Problem – besonders vor der Reise nach Rumänien. Der Bundestrainer: Die Sinne sind bei uns absolut geschärft vom ersten Tag an. Schon im Vorfeld sind die Spieler ständig aufgeklärt worden. Wir verhalten uns so diszipliniert wie es geht.“

Der DFB-Tross wird Sonnabend nach Bukarest fliegen und direkt nach dem Spiel wieder zurückdüsen. Löw: „Wir hoffen, dass es uns nicht mehr passiert, wenn wir jetzt länger in der Blase sind. Wir wissen aber, dass immer etwas passieren kann. Man muss sich damit abfinden.“