Bundestrainer Jogi Löw hat die Nationalspieler beim Training genau im Visier. Foto: imago images/Müller

Mit einer 0:6-Blamage gegen Spanien aus dem Jahr 2020 verabschiedet, Rücktritt im Sommer beschlossen. Doch Jogi Löw ist vorm WM-Quali-Dreierpack Donnerstag gegen Island, Sonntag in Rumänien und am Mittwoch gegen Nordmazedonien im Angriffsmodus. Jogi fordert: Drei Spiele, drei Siege, basta!

„Jetzt heißt es, Punkte zu machen und sich möglichst gut einzuspielen, drei Siege einzufahren und eine Basis zu legen“, sagt Löw klipp und klar.

Die Nationalelf und der Noch-Bundestrainer haben spätestens seit dem WM-Aus 2018 in Russland viel Kredit bei den Fans verspielt. Löw glaubt weiter an einen Wendepunkt zum Guten und sagt: „Wir wollen nicht nur mit guten Ergebnissen in die WM-Qualifikation starten, sondern uns positiv zeigen gegenüber den Fans.“

Es ist eine klare Ansage an die Nationalspieler. Keine Lethargie mehr, sondern Esprit und Kampf. „Ich erwarte eine Reaktion aus der Mannschaft, dass wir alles in die Waagschale werfen. Die Spieler sollen auch das Kämpferische und Läuferische zeigen, dass wir eine leidenschaftliche Mannschaft sind, die verbissen um einen Sieg kämpft. Wir können keine Rücksicht mehr nehmen.“

Das heißt: Weniger Kompromisse mit den Vereinen bei der Abstellung der Spieler. „Wir müssen uns einspielen, wir müssen eine Basis legen für die EM im Sommer“, erklärt der Bundestrainer.

Löw will es in seinen letzten vier Monaten als Bundestrainer noch mal wissen. Ziehen die Spieler wirklich mit? Emre Can: „Wir müssen aus Fehlern lernen. So ein Gesicht wie gegen Spanien dürfen wir nie wieder zeigen. Der Trainer ist auf jeden Fall sehr, sehr motiviert. Er ist ein wundervoller Mensch. Alle wollen ihm eine erfolgreiche EM zum Abschied schenken.“

Damit das klappt, muss Donnerstag gegen Island ein überzeugender Sieg her. Und was passiert mit den bisher aussortierten Nationalspielern Mats Hummels und Thomas Müller, die gerne zur EM fahren wollen? Löw deutet ein Umdenken an: „Jetzt ist erstmal WM-Qualifikation. Da fällt eine Entscheidung erst im Mai. Die Entscheidung fällt der Trainer und nicht die Spieler.“