So jubelt einer, der weiß, dass er einen guten Job gemacht hat: BFC-Keeper Dmitri Stajila nach dem Sieg gegen Chemie Leipzig. Patrick Skrzipek

Er ist nicht zu übersehen. 2,04 Meter misst Dynamos Keeper Dmitri Stajila. Und nicht wenige erwarten daher von ihm immer Riesenleistungen.

War nicht immer der Fall. Doch beim 2:0 gegen Chemie Leipzig bewies der Moldauer, dass er zu Großem fähig ist. Mit einer Glanzparade rettete er den Hausherren in der Schlussphase den Sieg, parierte einen nahezu Unhaltbaren. Gelingt ihm das auch am Sonnabend im Top-Spiel beim Regionalliga-Vierten Luckenwalde (13 Uhr), bleibt der BFC souverän an der Tabellenspitze.

Stajila hielt schon viermal den Kasten rein

Dynamos Co-Trainer Christof Reimann trug Stajila nach der Partie im Huckepack vom Feld. Die Faust des 30-Jährigen, der auch die russische Staatsbürgerschaft besitzt, ragte gen Himmel. Es war ein Signal an die Zweifler und Nörgler: Seht her, ich kann’s! 

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Denn es hatte im Umfeld der Weinrot-Weißen schon die eine oder andere Stimme gegeben, die genau das nicht so sah. Wofür Trainer Christian Benbennek überhaupt kein Verständnis hat: „Er hat in den letzten beiden Spielen zu null gehalten. Wir sollten ihn weiter aufbauen. Er hatte durch den Lockdown über ein Jahr keine Spielpraxis. Da lassen wir uns nicht beirren, es ist wichtig, dass wir ihn weiter puschen.“

BFC-Coach Benbennek: Stajila lernt Deutsch

In vier von zehn Spielen stand beim Moldawier die Null. Das ist so schlecht nicht. Dass es Zeit braucht, bis jemand in einem neuen Land und einer neuen Umgebung auf Touren kommt, ist nachvollziehbar. Benbennek, der 2016/17 Ösi-Erstligist SV Ried coachte, bricht eine Lanze für seinen Torhüter: „Für mich war es damals in Österreich auch eine Umstellung. Und dabei hatte ich es in einem deutschsprachigen Land deutlich leichter. Dmitri kann die Sprache nicht. Da ist es nicht einfach.“

Übrigens: Stajila bemüht sich sehr, seine Deutschkenntnisse zu verbessern. „Er lernt in einem Online-Tutorial Deutsch–Russisch“, verrät Benbennek und ergänzt: „Verstehen kann er schon einiges. Vor allem die fußballspezifischen Vokabeln. Er traut sich nur noch nicht so richtig, zu sprechen. Bis es so weit ist, machen wir alles auf Englisch.“

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