Jerome Kiesewetter stürmt für Beckham-Klub FC Inter Miami und wundert sich über die Hamsterkäufe in Florida. Foto: dpa

Miami - Die Corona-Krise bremst den Fußball weltweit fast komplett aus. Dass die Zwangspause nervt, aber zur Bekämpfung der Pandemie nötig ist, sehen wohl fast alle Profis auf dem Globus so. Wie sie allerdings die spielfreie Zeit erleben und wahrnehmen, ist von Land zu Land anders.

Da ist zum Beispiel Jerome Kiesewetter (27). Der gebürtige Berliner steht aktuell beim FC Inter Miami, dem Klub von Superstar David Beckham, unter Vertrag. In seiner Jugend und am Anfang seiner Profi-Karriere trug der Stürmer das Hertha-Trikot.

Waffen statt Klopapier 

Die Major League Soccer wurde kurz nach dem Saisonstart für 30 Tage ausgesetzt. Da es jetzt auch in den USA die Empfehlung der Gesundheitsbehörde gibt, in den kommenden acht Wochen im ganzen Land Veranstaltungen mit 50 Personen und mehr zu verschieben oder abzusagen, wird sich die Pause hinziehen. Kiesewetter: „Man wartet auf das Go, aber mit der Gesundheit ist ja bekanntermaßen nicht zu spaßen.“  

Auch in Miami gilt: Fitnessstudios und andere öffentliche Räume sind zum Teil geschlossen, Training unter diesen Umständen schwierig. Kiesewetter macht das Beste draus: „Not macht erfinderisch.“

Was der zweimalige US-Nationalspieler aber gar nicht abkann, sind die Hamsterkäufe in Florida. Denn da geht’s nicht wie in Berlin um Klopapier. Kiesewetter: „Es nervt mich, dass hier derzeit Waffeneinkäufe wie vor einem Weltuntergangsszenario stattfinden.“