Star-Stürmer Zlatan Ibrahimović (38) kehrte zum AC Milan zurück - und soll nun wie alle anderen Italien-Profis auf 30 Prozent seines Gehalts verzichten.  Foto: dpa

Rom - Der Fußball kämpft überall auf der Welt ums Überleben. Italien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Nun soll laut mehreren Medienberichten die italienische Serie-A-Liga überlegen, wie man die die wirtschaftlichen Verluste infolge des Coronavirus eingrenzen kann.

So schlägt die Liga eine 30-prozentige Reduzierung der Spielergehälter vor, sollte wegen der Epidemie die Meisterschaft 2019/20 nicht zu Ende geführt werden können. Der Vorschlag soll der Fußballer-Gewerkschaft AIC unterbreitet werden, die die Umsetzung allerdings kritisch beurteilt. „Die Spieler sind die Ersten, die in dieser Phase am Erhalt des Fußballsystems interessiert sind, doch zuerst müssen die Schäden für die Klubs beziffert werden. Dies kann man erst dann tun, wenn wir wissen, ob die Meisterschaft zu Ende ausgetragen wird, oder nicht“, sagte AIC-Präsident Damiano Tommasi.

Spieler entscheiden selbst 

Die Spielergewerkschaft könne die Profis nicht zwingen, Gehaltskürzungen zu akzeptieren. „Wir können zwar den Weg weisen, über Einschnitte entscheidet der einzelne Spieler selber“, sagte Tommasi.

Die Serie-A-Klubs zahlen jährlich 1,3 Milliarden Euro an Spielergehältern. Die Liga schätzt die Verluste bei den Klubs im Falle eines Saisonabbruchs - ähnlich wie in der Bundesliga -  auf 720 Millionen Euro.