Bayern-Star Joshua Kimmich durfte die Corona-Quarantäne zwar wieder verlassen, zur Mannschaft ins Hotel darf er aber als Ungeimpfter nicht. Imago

Die Bayern wollen, dass jeder Profi geimpft ist. Genauso schnell wollen sie aber die Piks-Debatte um Joshua Kimmich und Co. auch vergessen. Dass das nicht so einfach wird, zeigt sich nun vor dem Spiel beim FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr).

Eigentlich schienen sich die dunklen Corona-Wolken über der Säbener Straße zu verziehen. Die Stars Joshua Kimmich (26), Serge Gnabry (26) und Jamal Musiala (18), allesamt nach der Covid-19-Infizierung von Niklas Süle (26, leichte Symptome, weiterhin in Isolation) bei der Anreise zur Nationalmannschaft in Quarantäne, durften die eigenen vier Wände wieder verlassen (nach negativen Tests) und zur Mannschaft stoßen. Damit kann der Rekordmeister mit dem wichtigen Trio für die heißen Herbstwochen planen.

Kimmich und Co müssen draußen bleiben

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So weit, so gut. Doch nun wird die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Augsburg empfindlich gestört. Denn Kimmich und Co dürfen die Nacht vor dem Spiel nicht mit dem Team im Hotel verbringen.

Der Grund: In Bayern gilt in der Gastronomie und in Hotels bereits die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Bedeutet: FCB-Trainer Julian Nagelsmann kann seine Mannschaft nicht gemeinsam auf das Bayern-Derby vorbereiten.

Kahn zeigt Kimmich Konsequenzen auf

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Auch deswegen hatte Bayern-Boss Oliver Kahn Impf-Skeptiker Kimmich in dessen Zwangspause noch einmal öffentlich ins Gewissen geredet, ohne freilich dessen Namen zu nennen. Kahns klare Ansage: „Es ist unsere absolute Überzeugung, dass unsere Spieler geimpft sein müssen.“ Der Vorstandsboss weiter: „Ich glaube, dass die Spieler sich jetzt sehr, sehr viele Gedanken machen.“ Die Konsequenzen ihrer Skepsis seien schließlich „nicht unerheblich“ – für sie selbst, aber auch für die Kollegen und den Klub.

Ob der FC Bayern seinen Stars auch finanziellen Druck macht, ist bisher nicht bekannt. Seit November haben Ungeimpfte keinen Anspruch auf Lohnfortzahlungen. Für Kimmich, mit einem geschätzten Jahreseinkommen von rund 20 Millionen Euro, wären das für die sieben Tage, die er zu Hause verbringen musste, satte 384.000 Euro.

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