Corona hat die Bundesliga wieder fest im Griff.  Foto: Imago Images/Future Image

Was rollt da auf die Bundesliga zu? Nächstes Wochenende geht die Rückrunde los und der Hauptgegner ist Omikron. Die Sorge wird immer größer: Finden überhaupt alle Spiele statt oder müssen wegen der neuen Corona-Infektionswelle in den Teams Partien verlegt werden?

Hertha BSC hat bereits mit Kapitän Dedryck Boyata, Außenverteidiger Deyovaisio Zeefuik und Neuzugang Fredrik Andre Björkan drei infizierte Spieler. Zum Glück wurde wegen der intensiven PCR-Testreihen alles frühzeitig erkannt und es gab keine Kontakte mit den Mitspielern. Eine Kollektiv-Quarantäne wurde so verhindert. Im April war das noch anders. Die Blau-Weißen musste den Spielbetrieb aussetzen und hatten zum Saisonschluss sechs Spiele in 21 Tagen.

„Planungssicherheit gibt es nicht mehr“

Der Virus geht in der Bundesliga massiv um. Jeden Tag neue Fälle in den Vereinen. „Fußball ist immer ein Glücksspiel, aber das kommt jetzt noch dazu“, sagt Augsburgs Trainer Markus Weinzierl und prophezeit: „Es wird in den nächsten Wochen alle treffen. Es wird da unterschiedliche Glücksfaktoren geben.“

Auch Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes sagt es so: „Planungssicherheit, wie es sie früher mal gab, gibt es so nicht mehr. Wir müssen die Probleme lösen, wie sie kommen und improvisieren. Das haben wir in den letzten sechs Monaten häufiger getan.“

England: 103 Corona-Fälle in einer Woche

Doch jetzt könnte es mit der ansteckenderen Omikron-Variante noch schlimmer werden. Das reicht ein Blick nach England. In der Premier League  gab es vergangene Woche 103 Corona-Fälle. Es ist ein Rekordstand. Es handelt sich um den höchsten Wert bei Spielern sowie Mitgliedern der Betreuungsstäbe seit Beginn der Tests im Mai 2020. Zahlreiche Spiele wurden abgesagt, doch einen generellen Stopp der Liga gab es nicht. Nachholtermine werden knapp. Leverkusens Rolfes: „Wir sehen es ja gerade auch in England, Spanien und anderen Ligen, welche Auswirkungen die Pandemie und vor allem die Omikron-Variante haben kann. Von daher wird es nochmal ein knackiger Winter.“ Da ist nur die praktische Sicht.

Was noch viel schlimmer ist: Bisher gibt es keine sichere Erkenntnis, wann ein Profi nach Corona-Erkrankung wieder spielen sollte, ohne seine Gesundheit zu gefährden.

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