Hoffenheims Ermin Bicakcic (2.v.l.) trifft in der 16.Minute per Kopf zum 1:0 gegen Bayern Foto: imago images/Frey

Hoppla Bayern, da waren Beine und Köpfe wohl zu müde. Der Meister verliert überraschend bei der TSG Hoffenheim mit 1:4 (1:2). Statt Tabellenführung nur Platz 6.

Die 120 Minuten beim Euro-Supercup gegen Sevilla (2:1 nach Verlängerung) am vergangenen Donnerstag waren doch zu viel für die momentan beste Klub-Mannschaft der Welt.

Die Münchner wurden von der TSG eiskalt erwischt. In der 16. Minute traf Ermin Bicakcic nach einer Ecke per Kopf zum 1:0. Nur acht Minuten später wollte Benjamin Pavard mit einem Pass klären, doch der Ball landete bei Munas Dabbur. Der Israeli bedankte sich und traf per Heber über Bayern-Torwart Manuel Neuer zum 2:0.

In der 36.Minute blitzte Bayern-Kunst auf. Joshua Kimmich traf aus 16 Metern wunderschön zum Anschlusstreffer. Danach versuchten die Bayern alles, um die erste Saisonpleite zu verhindern.

Doch Hoffenheim war zu clever: Abschlag von Torwart Oliver Baumann, Pavel Kaderabek leitet per Kopf zu Ihlas Bebou, dessen Flanke nahm Andrej Kramaric per Drehung auf – 3:1 (77.). So einfach kommt man nur zu Toren gegen Bayern, wenn sie müde sind. In der Nachspielzeit gab es noch den bitteren Nachschlag für die Münchner: Kramaric traf per Strafstoß zum 4:1 (90.+2).

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß (Sohn von Herthas Ex-Manager Dieter Hoeneß) jubelte nach dem historischen Sieg gegen die Bayern: „Der Sieg bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wichtig ist, dass wir cool bleiben. Wir sind in einem Prozess.“