Hat dieses Jahr ausnahmsweise länger Zeit, die richtigen Leute ans Telefon zu bekommen: Union-Manager Oliver Ruhnert.  Foto: Imago Images

Das wird ein besonderer und vor allem langer Transfersommer. Erst nur ein Tag, dann ganze drei Monate. Wegen der Corona-Pandemie dürfen Hertha, Union und alle anderen Bundesligaklubs ausnahmsweise zweimal und bis zum 5. Oktober auf Shopping-Tour gehen. 

„Wegen der Corona-Krise und der daraus resultierenden Verschiebungen der Spielzeiten sind national sowie international Anpassungen der Wechselperioden erforderlich, sodass der bisherige Zeitraum (1. Juli bis 31. August 2020) aktualisiert werden musste”, erklärt DFB-Vize  Peter Frymuth.

Der neue Fahrplan: Das Transferfenster wird sowohl am 1. Juli für einen einzelnen Tag (zur Registrierung von Spielern bei bereits feststehenden Wechseln) als auch vom 15. Juli bis zum 5. Oktober 2020 geöffnet. Und: Anders als in den Vorjahren wird die Transferperiode diesmal in allen Ländern zeitgleich enden. Für ein gemeinsames Enddatum hatte im Vorfeld der europäische Fußballverband (Uefa) geworben. 

Nicht nur deswegen nennt Herthas neuer Sportdirektor Arne Friedrich die Lage auf dem Transfermarkt „richtig kompliziert“. Durch die Corona-Krise sei noch so vieles ungewiss. Friedrich: „Es ist eine sehr spezielle Phase. Niemand weiß, wie die Preise sein werden. Niemand weiß, wer überhaupt Spieler abgeben möchte.“

Dass Hertha aktiv werden will, steht außer Frage. „Wenn wir Spieler dazuholen, sollen sie den Unterschied machen und uns qualitativ weiterbringen. Jeder Kauf ist eine Investition für die nächsten Jahre, da wollen wir keine Fehler machen“, erklärt Friedrich, der seine neue Rolle als Sportdirektor mit viel Vorfreude angeht.