Leverkusens Kai Havertz spricht mit Inters Torwart Samir Handanovic beim 1:2 gegen die Lombarden. Foto: Martin Meissner/AP

Die Spekulationen um seinen heiß begehrten Ausnahmefußballer nahm Peter Bosz mit Humor: „Ja, ich kann euch mitteilen, dass Kai Havertz nächstes Jahr bei Heracles Almelo spielt“, sagte der Leverkusener Trainer auf die Frage, ob das Europa-League-Aus gegen Inter Mailand dessen letztes Spiel des deutschen Nationalspielers für Bayer gewesen sei.

Der Scherz des Niederländers wurde von dem dem Club aus seiner Heimat übrigens aufgegriffen. Per Twitter hießen sie Havertz als Neuzugang willkommen!  Obwohl der angesichts der im Raum stehenden Ablöse von rund 100 Millionen Euro als möglicher neuer Arbeitgeber für Havertz nicht infrage kommt.

Bei Bayer herrscht Frust nach einer Saison der verpassten Chancen. „Wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht, ist man natürlich enttäuscht“, gab Bosz nach dem 1:2 gegen die wuchtigen Italiener um Sturm-Kante und Torschütze Romelu Lukaku zu. „Es war das letzte Spiel, jetzt ist es vorbei. Jetzt realisiert man die Enttäuschung.“

Auch die wohl längste Spielzeit der Vereinsgeschichte, die auf den Tag genau ein Jahr zuvor mit dem 4:1 im DFB-Pokal bei Alemannia Aachen begonnen hatte, endete trotz einiger toller Auftritte und aufregendem Offensivfußball wieder ohne Titel und größere Erfolge. Im DFB-Pokalfinale langte es für Bayer  gegen Bayern nach einem 2:4 wieder mal nur zum Vizekusen-Titelchen, in der Liga schrammt die Werkself mit Rang fünf an der Qualifikation zur Champions League vorbei und der Traum vom Europa-League-Titel am Rhein beerdigte Inter nun im Viertelfinale.

Das letzte Spiel im Werkstrikot dürfte es nun auch für Havertz gewesen sei, der mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 zwischenzeitlich die Hoffnung auf ein glückliches Ende nährte. In London dürften sie beim FC Chelsea jetzt die Millionenofferte vorbereiten.