Muss nun nach Berlin reisen: Köln-Boss Horst Heldt ärgert sich, dass die VSG Altglienicke Berliner Pokalsieger wurde.  Foto: Imago Images

Da hat jemand auf das falsche Berliner Pferd gesetzt: Der Triumph der VSG Altglienicke, die sich mit einem 6:0-Sieg gegen Viktoria Berlin zum Berliner Pokalsieger ballerte, ärgert Horst Heldt.

„Wir hatten mit Viktoria Berlin ausgemacht, dass wir in Köln spielen, falls sie weiterkommen sollten“, gab der Sportchef des 1. FC Köln unumwunden zu.

Hintergrund dürfte das aufwendige Hygiene-Konzept des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sein, das viele Amateurklubs vor große logistische wie finanzielle Herausforderungen stellt. In der ersten Runde des DFB-Pokals sollen die gleichen strengen Corona-Regeln gelten wie in der 1. und 2. Bundesliga.

Während Viktoria deswegen anscheinend bereit war, das für die Amateure geltende Heimrecht abzutreten, scheint die VSG darauf keine Lust zu haben. „Die haben sich nicht gemeldet“, verriet Heldt.

Statt am zweiten Septemberwochenende den Berliner Pokalsieger im Rheinland zu empfangen, wird der Effzeh nun zum Regionalligisten aus dem Südosten der Hauptstadt reisen müssen. „Jetzt müssen wir doch einen Flug nach Berlin buchen. Da haben wir uns mit den Falschen ausgetauscht. Scheiße“, erklärte Heldt trocken.