Dortmunds Erling Haaland war der Mann des Spiels.  Zwei Tore geschossen, drei vorbereitet.  Foto: Imago Images

Vorbereiter, Antreiber und Torschützen - der überragende Angreifer Erling Haaland  hat dem neuen Trainer Marco Rose einen spektakulären Bundesliga-Einstand bei Borussia Dortmund beschert. Der Norweger führte den Revierclub zum verdienten 5:2 (3:1) über Eintracht Frankfurt. Dank der Treffer von Reus (23. Minute), Thorgan Hazard (32.), Haaland (34./70.) und Giovanni Reyna (58.) vor 25 000 Zuschauern gelang dem BVB der siebte Auftaktsieg in Serie. Damit wurde der Ligarekord der Bayern aus den Jahren 2012 bis 2018 eingestellt.

Fehlstart für Frankfurt

Dagegen ist für die Eintracht nach dem Aus im DFB-Pokal vor einer Woche beim SV Waldhof Mannheim (0:2) der Fehlstart perfekt. Daran konnten auch der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch das Eigentor von Felix Passlack (27.) sowie der späte Treffer von Neuzugang Jens Petter Hauge (86.) nichts ändern.

Mit dem Erfolg über die Eintracht knüpfte die Borussia an den famosen Endspurt der vergangenen Spielzeit an. Dank einer Vorstellung mit viel Leidenschaft und Tempo glückte der saisonübergreifend achte Sieg nacheinander und damit eine ähnlich starke Serie wie in der Meistersaison 2011/12. Anders als Anfang April, als der BVB beim 1:2 an gleicher Stätte gegen Frankfurt die bis dato letzte Niederlage hinnehmen musste, blieben die Hessen diesmal chancenlos.

Obwohl die Borussia auf zahlreiche namhafte Profis wie Mats Hummels, Emre Can, Thomas Meunier und Julian Brandt verzichten mussten, übernahm sie von Beginn an die Regie. Inspiriert von der lauten und lange Zeit vermissten Unterstützung der Fans erspielte sich das Rose-Team erste Chancen durch Haaland (8.) und Reyna (17.).

Haaland glänzt überall

Vor allem das von Rose verordnete intensive Pressing bereitete der Eintracht gewaltige Probleme. Exemplarisch dafür stand die Entstehung der Dortmunder Führung. Nach einer gemeinsamen Balleroberung von Jude Bellingham und Thorgan Hazard leitete Haaland einen Konter ein, den Reus mit einem Flachschuss aus zehn Metern erfolgreich abschloss.

Damit erzielte der Angreifer sein 100. Bundesligator für den BVB. Diese Marke hatten zuvor nur Manfred Burgsmüller, Michael Zorc, Lothar Emmerich und Stephane Chapuisat geknackt. Zudem empfahl er sich bei Tribünengast Hansi Flick für eine baldige Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft.

Doch die Freude der bis dahin überlegenen Dortmunder währte nur vier Minuten. Ein Eigentor von Felix Passlack aus dem Nichts brachte die Eintracht kurzzeitig zurück ins Spiel. Der Außenverteidiger beförderte den Ball bei einem Klärungsversuch an der Strafraumgrenze ins eigene Netz.

Dieser Rückschlag konnte den Elan der Dortmunder nicht stoppen. Noch vor der Pause schlugen sie zweimal eiskalt zurück - und beide Male war Haaland beteiligt. Beim 2:1 durch Hazard leistete der Norweger die Vorarbeit, beim 3:1 traf er nach Balleroberung gegen Stefan Islanker aus zwölf Metern selbst.

Nach der Pause schaltete der BVB zunächst einen Gang zurück. Das nutzten die Gäste, um ihr Angriffsspiel zu intensivieren. Nur eine Glanzparade des neuen BVB-Torhüters Gregor Kobel bei einem Kopfball von Maury Borré (47.) verhinderte den Frankfurter Anschlusstreffer.

Doch spätestens mit dem 4:1 durch Reyna aus kurzer Distanz nach abermaliger Vorarbeit von Haaland war die Partie entschieden. Die große Show der beiden Ausnahmekönner in Dortmunder Angriff wurde durch das 5:1 abgerundet, als Reus Haaland mustergültig bediente und der Norweger mit seinem 62. Treffer im 61. Pflichtspiel für den BVB das Stadion in ein Tollhaus verwandelte.

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