Josh Cavallo von Adelaide United versteckt sich nicht mehr wegen seiner Homosexualität. Sein Team feiert ihn dafür. Foto: dpa

Das wurde auch mal endlich Zeit. Jetzt hat der dritte aktive Fußballprofi weltweit den Mut und sich als homosexuell geoutet. Es ist der australische Kicker Josh Cavallo (21) vom Erstligisten Adelaide United.

„Ich bin Fußballer, und ich bin stolz, schwul zu sein“, erklärte  der Jugend-Nationalspieler in einem Video, dass sein Klub veröffentlichte. „Down Under“ geht man mit sexuellen Orientierungen lockerer um.

Cavallo und sein Coming-out. Er hofft, dass er mit seiner Mut-Offensive auch andere ansteckt. „Es ist erstaunlich zu wissen, dass es derzeit keine schwulen Profifußballer gibt, die sich outen und aktiv spielen. Nicht nur in Australien, sondern auf der ganzen Welt. Ich weiß, dass es andere Spieler gibt, die sich bisher noch nicht hervorgewagt haben. Ich möchte helfen, dies zu ändern.“

Cavallo: „Ich bin glücklich mit der Entscheidung“

Auch Cavallo hatte mit sich gekämpft und sagt: „Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt. Jetzt könnte ich nicht glücklicher sein mit meiner Entscheidung.“ Die Reaktionen nach seinem Outing geben ihm Recht. Sein Trainer Carl Veart: „Josh hat unglaublichen Mut bewiesen, einer der wenigen Profisportler zu sein, die so mutig sind. Ich habe nichts als Bewunderung und Unterstützung für ihn, ebenso wie alle Spieler und das Trainerteam.“

Nachteile durch Outing, das war vielleicht mal früher. Heute nicht mehr. Bestes Beispiel ist Thomas Hitzlsperger. Der Ex-Nationalspieler öffnete sich zwar erst nach seiner Karriere. Doch alle lobten ihn. Einen Knick in seiner beruflichen gab es überhaupt nicht. Er stieg zum Sportvorstand beim VfB Stuttgart auf.

Als erster Profi-Fußballer hatte sich Justin Fashanu vom englischen Premier-League-Club West Ham United vor 31 Jahren während seiner Karriere geoutet. Acht Jahre später beging er Selbstmord. 2013 outete sich der frühere US-Nationalspieler und Major-League-Soccer-Profi Robbie Rogers.

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