Kompromisslos im Strafraum! Zur Not geht Deutschlands Torfrau Merle Frohms auch mit den Füßen dazwischen.
Kompromisslos im Strafraum! Zur Not geht Deutschlands Torfrau Merle Frohms auch mit den Füßen dazwischen. Imago Images/Terry

4:0 gegen Dänemark, 2:0 gegen Spanien, Deutschlands Frauen haben bei der EM den Gruppensieg sicher. Dazu ist eine Frage endgültig geklärt. Torfrau Merle Frohms (27) ist die neue Nummer 1, kein Gegentor in zwei Spielen. Nach dem Abpfiff jubelte sie: „Es ist ein megageiles Gefühl, was wir gezeigt. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Merle hält das Sommermärchen ganz doll fest.

Frohms war der starke Rückhalt für gegen die Spanierinnen. Mitspielend wie Manuel Neuer auch außerhalb des 16-Mter-Raums und immer wieder Superreflexe. Die Diskussionen um die T-Frage im deutschen Team sind damit endgültig beendet. Die frühere Stammkeeperin Almuth Schult bleibt auf der Bank.

Wieder kein Gegentor. „Das ist natürlich mega, besser kann man es als Torwart und Defensive nicht abschließen“, erklärt die neue Torhüterin vom VfL Wolfsburg.  Eine Riesenparade in der 71. Minute gegen Mariona Caldentey (71.), da war diese Gewissheit endgültig da. Mit Frohms im Tor hat der Gegner keine Chance.  „Es war schön, dass ich ein Signal senden konnte: Falls ihr nicht alles verteidigt bekommt, bin ich auch noch zur Stelle.“

Frohms: „... dann gerät man in einen Flow“

Merle Frohms treibt Deutschlands Frauen lautstark nach vorne an.
Merle Frohms treibt Deutschlands Frauen lautstark nach vorne an. Imago Images/Becker

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte sich früh auf Frohms und nicht Schult festgelegt und liegt damit goldrichtig. Frohms zahlt jetzt alles mit starken Leistungen zurück. „Es stärkt einen wahnsinnig, wenn man das Vertrauen der Bundestrainerin hat.“ Doch viel wichtiger ist für sie das Kollektiv. „Was wir als Mannschaft gezeigt haben, war der pure Wahnsinn. Wenn sie sich so in die Bälle reinhauen, gehe ich da natürlich sehr gerne mit und dann gerät man in einen Flow“, erklärt Frohms den neuen Spirit.

Die BWL-Studentin hatte vor ein paar Monaten noch nicht mit diesem starken Aufstieg im DFB-Tor gerechnet. Da sagte sie noch: „Ich hatte nie so den Traum: Boah, ich will mal Nationalmannschaft spielen. Das kam immer irgendwie so. Es war einfach meine Leidenschaft, ich habe es einfach gemacht. Wenn ich meinen Weg so weitergehe und meine Leistung bringe, wird es schwer sein, an mir vorbeizukommen.“ Mit dieser Keeperin wird es auch für andere Teams bei dieser EM schwer an Deutschland vorbeizukommen…

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