Union am Ball, Steven Skrzybski (Schalke 04) am Boden Foto: Pool/Koch

Für Sportchef Horst Heldt vom 1. FC Köln ist eine mögliche Einstellung des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga angesichts der wieder steigenden Corona-Zahlen eine ständige Bedrohung. „Es hängt wie ein Damoklessschwert über uns, dass das passieren kann“, sagte Heldt am Montag: „Die DFL hat immer gesagt, dass wir wieder mit dem Spielbetrieb ruhen, wenn es zu Engpässen bei Testkapazitäten kommt. Und wenn es zu Engpässen kommt, ist es wichtig, dass wir Verantwortung übernehmen. Im Moment bekommen wir alles hin und versuchen, unseren Spielbetrieb aufrechtzuhalten.“

Kölns Sportchef Horst Heldt bangt um die Fortsetzung der Bundesliga-Saison Foto: dpa/Baron

Kritik übte der zweimalige Nationalspieler erneut und mit Nachdruck am Freundschaftsspiel des DFB-Teams in der vergangenen Woche gegen die Türkei in Köln (3:3). „Freundschaftsspiele gilt es zu vermeiden, die braucht keiner“, sagte der 50-Jährige: „Die Nations League wurde uns so verkauft, dass man keine Freundschaftsspiele mehr stattfinden lassen muss. Jetzt findet die Nations League statt und Freundschaftsspiele auch. Da kann ich nix mit anfangen. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, und das Gefühl hatten wir in der letzten Länderspielpause nicht.“

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Er spreche sich nicht gegen die Nations League aus, versicherte Heldt: „Aber was mich natürlich aufregt, und da muss man auch Corona einfließen lassen, sind drei Spiele in einer Länderspielpause; zwei in der Nations League und ein Freundschaftsspiel. Und das Freundschaftsspiel ist das, was nicht in Ordnung ist.“

Die Vereine und die DFL seien „da machtlos. Die Spieler wollen für ihre Nationalmannschaft spielen, aber die sind auch hin- und hergerissen.“ Am Ende, so Heldt, „ist sicherlich der DFB gefragt. Und die FIFA muss den Kopf rausstrecken und Entscheidungen treffen.“