Kai Havertz von Bayer Leverkusen hat Sonnabend sein bisher größtes Spiel seiner junge Karriere: Pokalfinale gegen die großen Bayern. Foto: imago images/König

Das Olympiastadion ist zwar leer, trotzdem werden Sonnabend (20 Uhr) Millionen Zuschauer am Fernseher gucken – DFB-Pokalfinale: Leverkusen gegen FC Bayern. Einen Spieler haben alle im Visier, besonders die europäischen Klubbosse. Für Bayers Kai Havertz (21) wird das Finale seine ganz persönliche Casting-Show.

Englische Vereine, der FC Barcelona, Real Madrid und auch der FC Bayern sind scharf auf den Jung-Nationalspieler. Havertz selbst hat längst angekündigt, dass er sich einen Wechsel in diesem Sommer vorstellen kann und den nächsten großen Schritt seiner Karriere wagen will.

Doch der Preis ist heiß! 100 Millionen Euro Ablöse will Bayer mindestens kassieren. Von einem Corona-Rabatt will Bayers Sport-Geschäftsführer Rudi Völler nichts wissen: „Bei Künstlern wie ihm zählt das natürlich nicht.“ Und so kassierte Real Madrid mit seinem 80-Millionen-Angebot auch eine klare Absage.

Pokalgegner FC Bayern steigt bei der Summe – noch – aus, obwohl sie ihn gerne haben möchten. „Es gibt wenig Trainer, die etwas dagegen hätten, wenn Kai in ihrer Mannschaft spielen würde. Da würde ich mich anschließen“, sagte Trainer Hansi Flick.

Havertz spielt seit vier Jahren im Profiteam der Leverkusener. In 147 Pflichtspielen traf der offensive Mittelfeldspieler 44-mal. Dazu bereitete er 31 Treffer vor. Nachdem er im Bundesliga-Endspurt zuletzt etwas überspielt wirkte, gönnte ihm Trainer Peter Bosz im letzten Spiel gegen den FSV Mainz 05 eine Pause.

Schließlich soll er frisch im Pokal-Endspiel gegen die Bayern auftrumpfen. Völler: „Wenn jemand in jungen Jahren schon bewiesen hat, wie er mit Druck umgehen kann, dann ist das Kai Havertz.“ Ein Siegtor würden seinen Preis noch mal erhöhen.