Zum zweiten Mal geschlagen: Gladbachs Torwart Yann Sommer kann beim Treffer von Ilkay Gündogan nur dem Ball hinterherschauen. Foto: Imago/Matthias Koch

Was für ein blasser Abschied aus Europas Königsklasse! Wer von Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City nach dem 0:2 aus dem Hinspiel ein Wunder erwartet hatte – nie und nimmer. Kein Hauch davon ist zu sehen, weil die Fohlen kein wirklicher Gegner für den Premier-League-Überflieger sind und mit 0:2 (0:2) kurz vor einem Waterloo stehen.

Vom Ergebnis mag es noch angehen, aber sonst … Was der Borussia passiert, nennt man auf dem Bolzplatz lapidar „ein Halbes“. City strotzt vor Selbstvertrauen, geht früh drauf und macht im Affentempo alles klar. Kevin de Bruyne, den alle noch aus der Bundesliga einst in Wolfsburg kennen, haut aus 20 Metern von halbrechts mit links ein 1:0-Pfund in den linken Winkel, an dem sich Yann Sommer, wäre er rangekommen, die Hände verbrannt hätte (12.). Wie am Reißbrett herausgespielt ist das 2:0, von Ilkay Gündogan locker eingeschoben (18.). Da schon schalten die Engländer ein wenig zurück und gehen in den Verwaltungsmodus.

Die Gladbacher rennen bis auf ganz wenige Ausnahmen – Breel Embolo schafft um ein Haar den Anschluss (41.) und Joker Ibrahima Traoré keinen knalligen Schuss (84.) – hinterher und sehen dabei hoffnungslos verloren aus. Dabei hat der scheidende Trainer Marco Rose elf Nationalspieler aufs Feld geschickt, die es zusammen auf 261 Länderspiele bringen. Nur steht am Ende wettbewerbsübergreifend im siebten Spiel in Folge die siebte Pleite.

Ganz anders die Citizens mit dem starken Gündogan. Ein Gegentor nur haben sie in den acht Saisonspielen in der Champions League bislang kassiert. Warum das so ist, kriegen die Gladbacher brutal zu spüren. Brandgefährlich wird’s vor dem Kasten von City-Keeper Ederson so gut wie nicht. So ist das 0:2 noch das Vernünftigste, was Borussia aus dieser einseitigen Angelegenheit für den Saisonendspurt mitnimmt.