Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke beim Interview vor dem Spiel in Dortmund. Foto: Imago Images

Lange herrschte totale Funkstille zwischen Dortmund und Schiri Felix Zwayer. Der hatte beim 2:3 gegen Bayern vor sieben Wochen einen umstrittenen Elfer gegen den BVB gepfiffen. Der Berliner Unparteiische hat darauf eine Pause eingelegt und bekam Morddrohungen. Jetzt lenkt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ein und will mit Zwayer einen Friedensgipfel.

„Jetzt, wo das offensichtlich bei ihm auch ein bisschen tiefere Wirkung gezeigt hat, denke ich, dass wir mal direkt zum Hörer greifen. Es muss alles passen. Aber ich habe kein Problem, den ersten Schritt zu gehen“, sagte Watzke vor dem Spiel von Dortmund in Hoffenheim, das der BVB mit 3:2 (1:1) gewann.

Bellinghams böse Worte

Jude Bellingham und Felix Zwayer werden wohl nicht mehr Freunde. Foto: dpa

Zwayer ist derzeit nicht als Fußball-Referee aktiv, er war nach dem Bundesliga-Topduell zwischen Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) Anfang Dezember vergangenen Jahres von den Dortmundern stark kritisiert worden. Besonders hart hatte BVB-Mittelfeldspieler Jude Bellingham den 40-Jährigen verbal attackiert. Der Engländer hatte Zwayer in Anspielung auf den 17 Jahre zurückliegenden Skandal um Robert Hoyzer indirekt Bestechlichkeit vorgeworfen. Zwayer hatte zuletzt von heftigen Beleidigungen und einer Morddrohung berichtet und erklärt, er fühle sich belastet.

„Wir hätten schon längst sprechen sollen“, sagte Watzke nun: „Was uns damals nur ein bisschen irritiert hat beziehungsweise auch sauer aufgestoßen ist, ist, dass dieser Dialog, den wir mal aufnehmen wollten, er den uns quasi über die Medien schon angeraten hatte“, erklärte Watzke weiter: „Und ich habe immer das altmodische Gefühl, wenn sowas ist, muss man miteinander direkt sprechen.“

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