Und drin ist die Kugel: Benjamin Förster erzielt gegen vier Jenenser den Ausgleich zum 1:1 für die Dynamos. Foto: Patrick Skrzipek

Vier Spiele, vier Punkte! Ginge besser aus Sicht der Dynamos. Ist das Glas jetzt halb leer? BFC-Coach Christian Benbennek hat da eine etwas optimistischere Herangehensweise. „Rückblickend kann man das vielleicht so sehen. Aber nach so einer langen Pause und mit so einer kurzen Vorbereitungszeit, da muss man erst einmal wieder in die Saison reinkommen“, zeigt sich der 47-Jährige nach dem 1:1 gegen Jena eher als Vertreter des „Glas-halb-voll-Lagers“.

Dass das weinrot-weiße Trinkgefäß nicht bis zur bitteren Neige geleert werden musste, lag zuletzt auch an einem treffsicheren Mittelstürmer der Dynamos. Der Schachzug, Benjamin Förster im Sommer aus Altglienicke loszueisen, erweist sich als goldrichtig. Beim 3:1 gegen BAK am Wochenende schnürte der 32-Jährige seinen ersten Doppelpack für den BFC, gegen die Thüringer machte er den enorm wichtigen Ausgleich noch vor der Pause (45.+2).

„Er hätte ja fast noch das 2:1 gemacht“, erinnerte Benbennek an eine Chance knapp eine Viertelstunde vor Schluss, „da weiß Jenas Keeper selber nicht, wie er da noch rangekommen ist.“

Scheint so, als ob der Schachzug mit Förster aufgeht. „Natürlich müssen wir jetzt etwas anders spielen als im Vorjahr. Wir müssen ihn in Szene setzen, noch höher im Spiel stehen und ihn in der Box füttern“, lautet die Erkenntnis der ersten Wochen.

Förster selbst trägt seinen Teil dazu bei. „Der haut sich jeden Tag im Training voll rein, da ist er echt ein Besessener.  Ich kenne das sonst nur von 20-Jährigen, dass sie so Vollgas geben. Und er sieht ja, dass sich das lohnt, dass der Aufwand, den er betreibt, nicht umsonst ist“, so Benbennek weiter.