Bedankt sich bei seinem Teamkollegen für die Vorarbeit: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski entwickelte sich vom Egoisten zum Teamplayer.  Foto: dpa

Seine Gala und sein Doppelpack beim 2:1 gegen Wolfsburg war das letzte eindringliche Bewerbungsschreiben an die Adresse der Fifa. Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (32) schießt sich mit seinem 250. und 251. Tor in den Bundesliga-Olymp und greift nach der Krone des Weltfußballers.

Lothar Matthäus reicht es. „Wenn die Fifa Robert nicht zum Weltfußballer wählt, dann glaube ich denen gar nichts mehr“, erklärte der Rekordnationalspieler, dem 1991 im Trikot von Inter Mailand als bisher einzigem Deutschen die Ehre zuteil wurde. Für Matthäus kann es am Mittwochabend nur einen Sieger geben. „Er ist der kompletteste Spieler auf diesem Planeten. Mehr als er kannst du nicht machen.“

Die Zahlen unterstreichen die Lobeshymnen eindrucksvoll: Zum Triple-Triumph in der vergangenen Saison trug der Pole in 47 Spielen 55 Tore bei. Damit war er bester Schütze der Liga, des DFB-Pokals und der Champions League. Gegen Wolfsburg waren es die Bundesligatore 250 und 251 im 332. Spiel – nur Klaus Fischer (268) und „Bomber“ Gerd Müller (365) trafen häufiger. 18 Pflichtspieltreffer in 17 Spielen sind es auch in dieser Saison schon wieder.

Vom Egoisten zum Teamplayer

Dabei ist es noch nicht lange her, da galt Lewandowski beim FCB als Fußball spielende Ich-AG. Jeden Sommer wiederholten sich die Diskussionen um seine Zukunft: Bayern, so schien es, ist für einen Lewandowski nicht gut genug, Real Madrid oder der FC Barcelona sollten es bitte schon sein.

Inzwischen spielt Lewandowski seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund über sechs Jahre beim FC Bayern – und entwickelte sich vom Egoisten zu einem echten Teamplayer. „Er will immer. Er wollte sehr lange ganz viele Tore machen und jetzt will er Tore machen, um Spiele mit der Mannschaft zu gewinnen. Diesen Schritt kann man nicht hoch genug loben", beschreibt Thomas Müller die positive Entwicklung des Stürmers. Und des kommenden Weltfußballers?