Thomas Müller traf per Elfmeter, doch zufrieden war er nicht mit der Bayern-Leistung. Foto: imago images/Poolfoto

Pause für Robert Lewandowski, dann treffen halt Thomas Müller und Serge Gnabry. Der FC Bayern rotiert und zittert sich zum 2:1 (2:0) beim 1. FC Köln. Wieder mal zeigten die Münchner Schwächen in den Schlussminuten.

Alles lief nach Plan für den Rekordmeister. In der 13. Minute die schnelle Führung. Serge Gnabry köpfte, Ex-Herthaner Marius Wolf bekam den Ball an den Unterarm. Schiri Frank Willenborg zeigte auf den Punkt. Den Handelfmeter verwandelte Thomas Müller völlig cool ins rechte, untere Eck zum 1:0.

Bayern spielte das Ding cool runter, ohne das Köln wirklich gefährlich werden konnte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sah es für den Rekordmeister noch besser aus. Joshua Kimmich erkämpfte im Mittelfeld den Ball gegen den Kölner Ellyes Skhiri. Sauberer Pass auf Gnabry, der mit feinem Solo und einem Schuss zum 2:0 (45.+1). Gegner nochmal geschockt, das müsste doch reichen. Und alles ohne Torjäger Lewandowski und Leon Goretzka, die pausierten.

Nach dem Wiederanpfiff wurden die Bayern nachlässig. Spätestens nach einer Stunde hätten sie merken müssen, dass die Domstädter nicht aufgeben. Die Kölner wurden immer mutiger und offensiver. In der 71. Minute streifte ein Kopfball des Kölners Ismael Jakobs knapp am Tor vorbei. Elf Minuten später war es so weit. Die Bayern kassierten ein Gegentor. Kölns Jan Thielmann zog aus 20 Metern ab. Dominick Drexler hielt den Fuß dazwischen und der Ball war drin zum 1:2. Auch der anschließende Videobeweis erkannte keine Abseitsstellung von Drexler.

In den Schlussminuten drückten die Kölner immer mehr und Bayern musste zittern. Die Abwehr hielt, ein Arbeitssieg mit Nervenkitzel.   „Wir waren zu aufreizend, zu lässig im Spiel nach vorne. Obwohl die Leidenschaft da war“, sagte Torschütze Müller nach dem Abpfiff selbstkritisch und ergänzte. Gnabry pflichtete bei: „Wir haben den Gegner wieder reingeholt ins Spiel, es war nicht unser bester Auftritt.“