BVB-Stürmer Erling Haaland trug im Spiel bei Besiktas Istanbul das neue Trikot, das die Fans Sturm laufen lässt.  dpa

Der Auftakt in die Champions League ist mit dem 2:1 (2:0) Sieg bei Besiktas Istanbul geglückt. Und trotzdem hängt beim BVB der Haussegen schief. Denn die Fans kochen vor Wut und laufen Sturm gegen das neue Dortmund-Trikot. Der Grund: Auf den Jerseys ist das Klub-Wappen kaum zu erkennen.

BVB bringt Fans gegen sich auf 

Dabei fühlen sich die Fans vor allem veräppelt. Denn bereits in der vergangenen Woche waren die BVB-Anhänger angesichts der im Internet aufgetauchten Bilder in Aufruhr. Auf dem zunächst offenbar geplanten Trikot hatte das traditionelle Emblem komplett gefehlt.

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Grund der Fan-Wut: Das Klub-Logo des BVB ist auf dem neuen Trikot kaum zu erkennen. 

Der BVB beschwichtige, verschob die Präsentation des Trikots nach hinten und lief nun erstmals in Istanbul mit den neuen Trikots auf. Doch das Wappen war dennoch kaum zu erkennen, schimmerte nur stark verblasst auf der Brust von Erling Haaland und Co.

Jude Bellingham will Rekord ausbauen

Durch den Trikot-Zoff rückte der starke BVB-Auftritt in der Türkei in den Hintergrund. Dabei spielte das Team von Trainer Marco Rose trotz des ohrenbetäubenden Lärms im Stadion phasenweise wie im Rausch und brachte das leidenschaftliche Publikum schließlich fast zum Schweigen. Jude Bellingham (20.) und Erling Haaland (45.+3) trafen, Francisco Moreno machte es kurzzeitig nochmal spannend (90.+4).

Bellingham löste zwar  PSG-Superstar Kylian Mbappé (der zusammen mit Lionel Messi und Neymar nur zu einem 1:1 gegen Brügge kam) als jüngsten Spieler der Königsklasse ab, der in zwei Spielen am Stück traf. Der Engländer ist damit aber nicht zufrieden: „Schön, ich will aber derjenige sein, der zum ersten Mal drei erzielt.“

RB muss besser verteidigen

Katerstimmung herrscht dagegen bei RB Leipzig. Vier Tage nach dem 1:4 gegen die Bayern kam das Team von Coach Jesse Marsch beim Neun-Tore-Spektakel bei Manchester City erneut unter die Räder. Nationalspieler Lukas Klostermann über die 3:6 (1:3) -Pleite auf der Insel: „Das fühlt sich jetzt natürlich extrem scheiße an“.

RB-Profi Amadou Haidara verlässt nach der 3:6-Klatsche bei Manchester City enttäuscht das Spielfeld. dpa

Marsch kritisierte zu viel Demut vor dem Star-Ensemble von Pep Guardiola. Für den US-Amerikaner war der Mittwoch „sicher unser schlimmster Tag in Sachen Verteidigung“.

Leipzig gegen Köln unter Druck

Da brachte auch der Dreierpack von Leipzigs Christopher Nkunku (42./51./74.) wenig, denn nach jedem Tor des überragenden Franzosen beraubte sich RB nur Minuten später postwendend den Lohn seiner Arbeit.

Den Offensivmann nutzte Marsch aber gleich als Beispiel, um die Mannschaft für das Spiel beim 1. FC Köln (Sonnabend, 18.30 Uhr) in die Pflicht zu nehmen. Sich selbst eingeschlossen. „Wir brauchen eine solche Leistung, und wir brauchen mehr davon von jedem in unserer Mannschaft“, sagte er: „Und es ist mein Job, das zu finden und von den Jungs zu kriegen.“

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