Barcelonas Lionel Messi küsst den Champions-League-Pokal, der er zuletzt 2015 im Berliner Olympiastadion letztmals gewinnen konnte. AP/Martin Meissner

Und nun? Die Bombe ist geplatzt. Wer räumt die Trümmer weg? Alle Welt fragt sich: Was macht Lionel Messi jetzt? Und wie schlimm steht es um den FC Barcelona wirklich, den ein Schuldenberg in Milliardenhöhe fast erdrücken soll.

Messi hält sich bedeckt zu seinem Aus bei Barca. Keine öffentlichen Äußerungen. Auch in den sozialen Netzwerken war vom 34 Jahre alten Superstar aus Argentinien zunächst nichts zu lesen, nachdem am Donnerstagabend sein Ende in Barcelona besiegelt worden war. Gerüchteweise soll er aber selbst bei der Vereinssuche die Initiative ergriffen haben. 

Messi mit Kontakten zu PSG

Das britische Magazin The Athletic glaubt zu wissen, dass Messi selbst noch am Donnerstagabend seinen Landsmann Mauricio Pochettino kontaktiert haben soll. Der 49-Jährige hatte dreieinhalb Jahre Barcas Lokalrivalen Espanyol trainiert und will derzeit mit Paris Saint-Germain endlich die Champions League gewinnen. Der Klub im Besitz schwerreicher Scheichs könnte sich Messi als einer von nicht allzu vielen Vereinen weltweit leisten, selbst wenn der sechsmalige Weltfußballer ablösefrei ist.

Bei PSG würde Messi unter anderen mit seinem ehemaligen Barca-Sturmpartner Neymar und seinem Landsmann Angel di Maria zusammenspielen. Doch eigentlich setzen die Scheich-Franzosen auf Kylian Mbappe, der heftig von Real Madrid umworben wird. Bislang konnte aber der bis 2022 laufende Vertrag mit dem Frankreich-Helden nicht verlängert werden.

Wiedervereinigung mit Guardiola möglich

Als weiterer möglicher neuer Verein wird immer wieder Manchester City gehandelt mit dem ehemaligen Barca-Trainer Pep Guardiola. ManCity hat aber gerade Jack Grealish für 100 Millionen Pfund (etwa 118 Millionen Euro) von Aston Villa losgeeist und will zudem noch Tottenhams Harry Kane verpflichten. Auch das wird weit über 100 Millionen Euro kosten. Fraglich, ob Pep & Co. dann noch Geld in der tiefen Kasse haben.

In den finalen Verhandlungen mit dem FC Barcelona konnten sich beide Seiten nicht einigen, einer offiziellen Mitteilung des Vereins zufolge machten trotz beiderseitiger Absicht für eine Fortsetzung Liga-Statuten einen neuen Vertrag nicht möglich. Messi sei „geschockt“, schrieb Mundo Deportivo. Er müsse erst einmal alles verarbeiten. Wohin Messi nun wechselt, ist offen. Immer wieder werden auch die USA aus Endstation seiner Karriere genannt. Er war als 13-Jähriger vor 21 Jahren von Rosario nach Barcelona gekommen. Nun endet eine Ära.