Tor oder nicht Tor? Im WM-Finale gegen Deutschland am 30. Juli 1966  knallte der von Englands Stürmer Geoff Hurst (nicht im Bild) geschossene Ball von der Latte auf den Boden. Der aus Aserbaidschan stammende Linienrichter Tofik Bachramow entschied auf Tor.  dpa

Müssen sie überhaupt noch spielen am Sonntag (21 Uhr/ZDF)? Rein historisch gesehen nicht. Da steht – sorry, liebe Italiener – England bereits als Titelträger fest. Denn jedes Mal, wenn die Three Lions im sechsten Spiel eines Großturniers dank gütiger Hilfe der Unparteiischen gewannen, holten sie auch den Cup!

Das war schon 1966 so – damals nahmen nur 16 Mannschaften an der WM teil, das Finale war also die sechste Runde –, als Linienrichter Tofik Bachramow als einziger erkannt haben wollte, dass der Ball von Geoff Hurst von der Unterkante der Latte hinter der Linie aufgeprallt ist. Am Ende stand es 4:2 für die Briten gegen Uwe Seeler & Co. 

Kane & Co. spendabel

Nun im Halbfinale gegen Dänemark – Spiel sechs für England bei der EM – war es der holländische Schiri Danny Makkelie, der bei Raheem Sterlings Schwalbe auf den Punkt zeigte. Eine Chance, die Harry Kane im Nachschuss nutzte und England mit dem Treffer zum 2:1 ins Finale schoss. Was zu spontanen „It's diving home“-Witzen im Internet führte. Diving ist das englische Wort für Schwalbe. 

Erfreut derzeit vor allem den National Health Service (NHS) auf der Insel. Denn die Three Lions haben angekündigt, ihr Preisgeld zu stiften, wenn sie den Henry-Delaunay-Pokal in den Himmel stemmen dürfen. 

Englands Fußballverband (FA) bekäme bei einem Sieg gegen Italien rund 24 Millionen Pfund (27,96 Millionen Euro) an Prämien überwiesen. Etwa 40 Prozent davon würde die FA dann ans Team von Gareth Southgate ausschütten. Diese rund 9,6 Millionen Pfund (11,12 Millionen Euro) wollen Harry Kane & Co.  an die Gesundheitsbehörde spenden.