Österreichs Stefan Lainer (r.) bejubelt  seinen Führungstreffer zum 1:0. Es war dann aber lange doch sehr eng für die Jungs aus der Alpenrepublik gegen Nordmazedonien.  Foto: /AP Pool/dpa/Vadim Ghirda

Was für ein Zitterspiel für Österreich. Jogi-Schreck Nordmazedonien - 2:1 Sieg in der WM-Quali gegen Deutschland - schrammte in der EM knapp an einer nächsten faustdicken Überraschung vorbei. Am Ende hieß es in Bukarest 3:1 (1:1) für die Elf von Trainer Franco Foda.

Souverän geht anders. Dabei tummelt sich bei den Ösis gefühlt die halbe Bundesliga. 21 Kicker des 26-köpfigen Aufgebots spielen in Deutschlands Oberhaus. Ein Klassenunterschied war trotzdem nicht zu bemerken zwischen der Nummer 23 und der Nummer 62 der Weltrangliste. 

Selbst die Führung durch Gladbachs Stefan Lainer brachte keine Sicherheit. Leipzigs Marcel Sabitzer hatte aus dem Halbfeld butterweich auf den langen Pfosten geflankt,  dort bugsierte Lainer die Kugel volley ins linke Eck (18.).

Schockte die Balkan-Kicker wenig. Genua-Legionär Goran Pandev glich noch vor der Pause für den EM-Debütanten aus (28.). Pandev ist mit 37 Jahren und 321 Tagen der zweitälteste Torschütze der EM-Geschichte. Nur Ivica Vastic, der 2008 für die Alpenrepublik erfolgreich war, war älter (38 Jahre, 257 Tage).

Joker-Duo sticht

Nach der Pause hatten die Ösis weiter mehr vom Spiel. Augsburgs Michael Gregoritsch erlöste nach Vorarbeit von Ex-Bayern-Star David Alaba die Foda-Truppe (78.), der ehemalige Bremer Marko Arnautovic band den Sack dann zu (89.). 

„Es ist fantastisch. Das bedeutet mir alles“, jubelte Gregoritsch und brach in Tränen aus. „Mein Bruder hat Geburtstag, ich habe ein schweres Jahr hinter mir. Das war für die, die an mich geglaubt haben! Es ist wunderschön, das war weltklasse.“ Nun ja, ...