Zurückhaltende Geste: Finnlands Joel Pohjanpalo (l.) will sich nach seinem Tor gegen Dänemark von den Teamkollegen nicht abfeiern lassen. dpa/Martin Meissner

Der Todeskampf von Dänemarks Superstar Christian Eriksen! Ein Drama, dass Joel Pohjanpalos Siegtreffer nebensächlich erscheinen ließ. Wo sonst nur Freudentränen hätten kullern dürfen, rückte alles in den Hintergrund. Das 1:0 der Finnen gegen Dänemark ist das wohl traurigste Tor der EM-Geschichte.

Der historische Moment – erster Treffer der Finnen bei einem Großturnier, erster Treffer eines Unionprofis – alles nur noch nebensächlich. Diese Bude machte Leverkusens Leihgabe an die Eisernen nicht wirklich froh.

Unions finnischer Stürmer Joel Pohjanpalo setzt den siegbringenden Kopfball, der Dänemarks Keeper Kasper Schmeichel durch die Hände gleiten wird. dpa/Stuart Franklin

Wie die Kopie eines Union-Treffers

Nach seinem Kopfball startete Pohjanpalo in der ersten Sekunde einen klassischen Jubellauf, den er dann aber unvermittelt abbrach und innehielt und den Team-Kollegen mit seiner ausgestreckten rechten Hand signalisierte, dass es nicht der passende Zeitpunkt für überschwänglichen Jubel sei.

Ein Treffer übrigens, der wie eine Kopie zahlreicher Uniontore anmutete, bei denen Christopher Trimmels perfekte Flanken nur noch eingenickt werden mussten.

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Deutlich bessere Laune bekam der 26-Jährige am Sonntagmorgen, nachdem er den Tweets des dänischen Fußballverbandes gelesen hatte, dass es Eriksen deutlich besser geht. „Beste Nachricht des Tages“, twitterte der Finne, begleitet von einem fetten Herzen und einem Emoji mit zum Dankgebet zusammengefalteten Händen.